Vom Traum zur Wirklichkeit - Was Eltern wissen müssen, wenn das Kind Fußballprofi werden will
03. November 2016, 08:50 Uhr
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Nicht erst seit der vierten, deutschen Weltmeisterschaft 2014 gilt der Job des Profifußballers unter Kindern als echter Traumberuf. Auch heranwachsende Teens, die sportlich engagiert sind, träumen vom Leben als Fußballspieler. Einmal mit den Großen auf dem Platz stehen und im Trikot des Lieblingsvereins die Fankurve im Rücken haben. Doch was müssen Eltern ganz konkret wissen, wenn das Kind Fußballprofi werden möchte und eine ernsthafte Chance hat?
Früh übt sich... Von der F-Jugend in die Bundesliga

Um Kindern einen guten Start in die Karriere zu ermöglichen, sollten Eltern möglichst früh Talente fördern. Das gilt natürlich nicht nur für Fußballer, aber gerade junge Spieler brauchen regelmäßige Übung. Das kann auch ein Tor im Hinterhof sein, ein freundliches Eins-gegen-Eins mit dem Papa oder das Abschlusstraining auf dem Bolzplatz. 

Neben der Arbeit im Verein - und hier sollten Kinder so früh wie möglich beginnen - muss Fußball auch in den Alltag integriert werden. Wichtig ist, dass die Eltern nicht übermütig werden und sich der Plan nach den Kindern richtet. 

Auch sogenannte Soft Factors können dabei helfen, das Kind richtig vorzubereiten. Neben einer gesunden Ernährung (ohne das Kind zu kasernieren) helfen dabei auch Videospiele. Durch die technische Visualisierung der Bewegung wird der motorische Apparat der Kinder gezielt geschult. Ein nutzloser Zeitvertreib ist das also keineswegs, wenn es sich in Maßen hält. 

Natürlich spielt auch die Ausrüstung eine entscheidende Rolle, denn wer wie ein Profi kicken möchte, muss auch wie ein Profi auflaufen. Gerade Fußballschuhe sind das wichtigste Handwerkszeug eines jungen Spielers. Professionelle Sporthändler wie Sport Kanze bieten jedoch nicht nur eine riesige Auswahl an Schuhen, sondern auch die passende Beratung. Zusammen mit starken Marken wie Puma finden Eltern dort die perfekten Fußballschuhe für die ersten Schritte im Verein. 

Über die Vereine in den Profifußball

Die Nachwuchsförderung des DFB und der deutschen Bundesligavereine hat in den letzten 16 Jahren einiges an Fahrt aufgenommen. Viele Vereine betreiben Leistungsinternate, in denen die Teenager gemeinsam leben, spielen und auch zur Schule gehen. Schließlich reicht es nicht für jeden zum Profi, gerade der letzte Schritt zum Berufsprofi ist ein weiter und da sollten die Jugendlichen eben trotzdem einen Schulabschluss haben.

Das müssen auch Eltern im Kopf behalten, denn wenngleich der Beruf des Fußballprofis reizvoll wirkt und mit Millionengehältern winkt, werden längst nicht alle, bei denen das Talent ausreicht, Profi. Dafür gibt es viele Gründe, bereits eine Verletzung zum falschen Zeitpunkt kann die Karriere beenden - da ist es wichtig, einen Plan B und einen Schulabschluss zu haben.

Dementsprechend sollten Eltern Ihre Kinder auch nie unter Druck setzen. Druck bauen Spieler sich schon im Verein auf. Leistungsdruck, körperliche Belastungen und die Konkurrenz im Team, dazu müssen Eltern einen Gegenpol bilden. 

Gerade in Ballungsgebieten ist der Wechsel ins Internat eines größeren Vereins (Freiburg, Stuttgart oder Hamburg leisten hier etwa hervorragende Arbeit) reizvoll, aber auch ein entscheidender Schritt. Hier ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder auch über die Distanz unterstützen und als moralische Stütze in schwierigen Zeiten bereit stehen.

Die Chancen, über einen kleinen Verein in die oberen Ligen und den Profifußball zu rutschen sind durch das bessere Scouting in den letzten Jahren deutlich gesunken. Geschichten wie die Kloses, der von Blaubach-Diedelkopf nach Lautern wechselte, sind da heute eher die Ausnahme. 

Die Kosten der Karriere

Doch natürlich geht es beim Fußball auch ums Geld. Tatsächlich ist es aber so, dass Fußball in Deutschland zu den günstigeren Freizeitbeschäftigungen gehört und vergleichsweise transparent ist. Die Anmeldung im Verein und die Mitgliedsgebühren halten sich zumeist in Grenzen, im Vergleich zu anderen Sportarten ist Fußball wenig kostenintensiv. Investitionen ins Trikot, Fußballschuhe und einen Ball für die Freizeit sind ebenfalls überschaubar und kein Vergleich zu Skiern oder einem Segelsurfbrett. 

Die Kosten für Vereinsinternat und die Schritte durch die A-Jugend größerer Vereine tragen die Clubs natürlich selbst. Schließlich ist ein Nachschub hervorragend ausgebildeter Profis ja auch in deren eigenem Interesse.
Sobald größere Summen ins Spiel kommen, wittern auch Spielerberater Blut und wollen möglichst eng und möglichst früh mit den Profis zusammenarbeiten. Ein guter Berater, der das Wachstum und die Entwicklung im Blick hat, kann der entscheidende Baustein auf dem Weg zum Profi sein. Doch wie auch bei Finanzberatern gibt es auch viele schwarze Schafe, die Hoffnungen aufbauen und nur aufs schnelle Geld aus sind. Gerade hier sind Eltern in der Pflicht, regulierend einzugreifen und fadenscheinige Angebote auszusortieren. 

Viele Pflichten eines Beraters können auch die Eltern übernehmen und sich zunächst um Versicherungen, Handyverträge und Ähnliches kümmern. Schließlich muss der Nachwuchs sich ganz auf den Fußball konzentrieren, um eine realistische Chance als Profi zu haben. 

Im Kern des Erfolgs eines Profifußballers steht immer eine umfangreiche Förderung und hier müssen gerade Eltern den Ausgleich zur Überforderung leisten. Denn aus Chancen und nicht aus Ängsten erwachsen Gewinner.


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