All inclusive und trotzdem individuell: Das Fertighaus
25. Oktober 2016, 10:23 Uhr
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Foto: violetkaipa iStock
Immer mehr Hauseigentümer setzen auf individuell geplante und schnell gebaute Häuser

Es ist eine der wichtigsten Fragen, die sich künftige Hausherren gleich zu Beginn der Planungen stellen und vor allem beantworten müssen: Bauen wir herkömmlich Stein auf Stein oder soll das neue Eigenheim als Fertighaus erstellt werden? Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für den Bau eines Fertighauses. Zwar sind die Stein auf Stein gebauten Häuser noch in der Mehrzahl, aber die Fans des schnell errichteten Eigenheims werden rapide mehr.

 

Dabei spielt den Anhängern des Fertighauses die Energie-Ordnungspolitik des Staates in die Hände. Um nämlich kontinuierlich weniger Energie im Land zu verbrauchen und nachhaltig die Umwelt zu schonen, gibt es umfangreiche Förderprogramme für energetisch sparsame Häuser. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert in verschiedenen Stufen den Hausbau, wenn dabei energetische Mindestanforderungen berücksichtigt werden. KfW Fördermittel erhält beispielsweise, wer ein Haus baut, das höchstens 40 Prozent der in der Energieeinsparverordnung vorgeschriebenen maximalen Energiemenge verbraucht. Dieser und noch höhere Werte können fast nur noch von energieeffizient gedämmten und isolierten Fertighäusern erreicht werden, deren einzelne Komponenten optimal aufeinander abgestimmt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass möglichst wenig Energie entweicht, die Lebens- und Wohnqualität aber erhalten bleibt. Komplexe und hochmoderne Heizungs-, Lüftungs- und Solaranlagen sind dafür unabdingbare Voraussetzung.

 

Den KfW Zuschuss erhält zudem nur derjenige, der schon vor dem Bau nachweisen kann, dass seine Planung alle relevanten energieeinsparenden Maßnahmen berücksichtigt hat. Auch das ist bei Fertighäusern schon in der Planungsphase möglich, einige Anbieter haben diese Voraussetzungen schon in ihrem Grundpreis berücksichtigt.

 

Dabei steigen die Anforderungen in der Energieeinsparverordnung (EneV) stetig. Schon ab dem Jahr 2021 dürfen nur noch Häuser gebaut werden, die effektiv mehr Energie produzieren, als sie selbst verbrauchen. Diese so genannten Passiv- und PassivPlus-Häuser geben die überschüssige Energie in die öffentlichen Netze ab, sodass jeder Hausbesitzer gleichzeitig auch Besitzer eines kleinen Kraftwerks ist. In die Berechnungen der Energieeffizienz sind teilweise auch die Fahrzeuge (Autos, Motorräder) berücksichtigt, die auch in die Energiebilanz des Haushalts mit eingerechnet werden.

 

Trotzdem bleiben moderne Fertighäuser höchst individuelle Eigenheime, keine "Papphäuser von der Stange", wie die moderne Bauweise noch in den 80er Jahren verspottet wurde. Vom Architekten, auch dem eigenen, geplant, werden die Häuser in modernen Werken vormontiert und dann von Arbeitskolonnen vor Ort in kurzer Zeit aufgestellt. So wird auch das Massivhaus schlüsselfertig dem Bauherren übergeben. Der Bauleiter vor Ort koordiniert alle Gewerke und ist Ansprechpartner für den Eigentümer und Auftraggeber. Je nach Anbieter können die Bauherren Rundum-Sorglos-Pakete beziehen und sich an einem Ort alles aussuchen, was sie für das neue Haus brauchen, von der Steckdose über die Fliese für Gästebad bis hin zur Fußbodenleiste und der Ausstattung der Küche. Schon ganz früh, bevor überhaupt die Entscheidung für einen Anbieter fällt, können die künftigen Hauseigentümer mit einfach zu bedienenden Online-Werkzeugen ihr Traumhaus zusammenstellen und ihre Wunschvorstellung visualisieren. Vom einfachen Bungalow Grundriss bis zur imposanten Villa ist alles möglich.



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