So nutzen Unternehmen YouTube für ihren Erfolg
30. August 2016, 13:52 Uhr
YouTube, das ist mehr als eine Plattform, in dem es süße Katzenvideos, Pannen-Clips und Schmink-Tutorials zu bestaunen gibt. Das Videoportal gilt als die zweitgrößte Suchmaschine der Welt – kein Wunder, gehört es doch seit 2006 zu Google.
Doch selbst, wer bei YouTube nichts Bestimmtes sucht, wird fündig. Das Portal bietet den Nutzern schier unendliche Unterhaltung: 400 Stunden neues Videomaterial werden pro Minute hochgeladen, rund eine Milliarde Nutzer rufen YouTube monatlich auf. Es ist ein soziales Netzwerk, durch das Unternehmen – egal, ob weltbekannter Konzern oder Mittelständler – neue Kunden und Fans gewinnen können. Vorausgesetzt, die Strategie stimmt.

Mit den richtigen Inhalten bei der Zielgruppe landen

Nur irgendwelche Videos hochladen – das funktioniert auf YouTube nicht. Marken und Unternehmen müssen besondere Inhalte liefern, die den Zuschauern einen echten Mehrwert bieten. Die Videos haben nur den gewünschten Marketingeffekt, wenn sie entweder einen emotionalen Bezug zum Nutzer herstellen oder an die jeweilige Lebenssituation anknüpfen. Im besten Fall gelingt mit den Clips beides: Der Zuschauer fühlt sich unterhalten und hat etwas dazugelernt. Bekannte deutsche Baumarktketten und Hersteller von Haushaltsgeräten nutzen ihren YouTube-Kanal dementsprechend: Sie erklären in den Clips beispielsweise anschaulich, wie man Laminat verlegt oder zeigen detailliert die Funktionsweise der Geräte.

Doch zunächst muss das Video überhaupt angeschaut werden. Die Hürden hierfür sind hoch: 20 Prozent der YouTube-Clips werden nach den ersten Sekunden bereits wieder abgebrochen, knapp die Hälfte nach rund einer Minute. Die Gründe dafür reichen von schlechter Qualität über stockende Wiedergabe bis hin zu fehlender Spannung.

Experten raten deshalb, auf eine eigene Erzähltechnik zu setzen und die Videos hochwertig und an mobile Endgeräte angepasst produzieren zu lassen. Regelmäßig neue Inhalte lassen den YouTube-Kanal nicht uninteressant werden. Möglichkeiten zum Abonnieren und Verlinkungen zu weiteren relevanten Inhalten am Ende des Clips zur Verfügung zu stellen, sollte selbstverständlich sein. Mit der richtigen Benennung, Beschreibung und Verschlagwortung der Clips bleibt man bei Suchmaschinen im Radar.

Swiss Life, Amazon, Edeka: Für jedes Unternehmen bietet YouTube passende Optionen

Selbst bei scheinbar nüchternen Themen wie Versicherungen und Finanzprodukten lohnt sich ein eigener YouTube-Kanal. Unternehmen wie Swiss Life haben das bereits erkannt: Der Videokanal des Versicherungskonzerns wird, wie hier zu sehen, optimal genutzt, um alle Seiten des Unternehmens näher zu beleuchten. Es finden sich dort sowohl TV-Spots als auch erklärende Beratungsfilme, Unternehmens- und Karriereclips sowie Sponsoring- und Porträt-Videos. Die Nutzer erfahren etwas über das Unternehmen, über dessen Mission und Kernthemen.

Vermeintliche YouTube-Konkurrenten wollen ebenfalls ein Stück der riesigen Reichweiten-Torte abhaben: In den USA hat der Onlineshop-Gigant Amazon auf YouTube zu Promotionszwecken Pilotfolgen von insgesamt zehn eigenproduzierten Serien zur Verfügung gestellt. Hintergrund: Amazon dient seinen Prime-Kunden auch als Videoportal mit Filmen und Serien. Mit der Marketingaktion, die gleichzeitig auf Facebook ausgerollt wurde, will der Internetversandhändler Werbung für seinen Videodienst machen. In Deutschland ist Amazon mit einem Marktanteil von knapp einem Drittel (32 Prozent) bereits beliebtester Video-on-Demand-Anbieter.

Nicht zuletzt hat der Lebensmitteleinzelhändler Edeka vor rund zwei Jahren gezeigt, was mit YouTube-Videos möglich ist: Die humorvolle „Supergeil“-Kampagne mit dem Musiker Friedrich Liechtenstein sollte eigentlich nur viral stattfinden. Aufgrund des großen Erfolgs wurden die Clips jedoch auch als TV-Spots ausgestrahlt.

Unternehmen, Firmen und Konzerne haben vielfältige Möglichkeiten, YouTube für ihre Marketingzwecke zu nutzen. Wird die Nutzung des Videoportals mit höchster Professionalität angegangen, treten die gewünschten Effekte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein – eine langfristige Planung und gegebenenfalls eine Anpassung der Strategie (zum Beispiel wegen fehlender Reichweite) natürlich vorausgesetzt. Wenn YouTube auf persönlicher Ebene und manchmal auch mit einem Augenzwinkern genutzt wird, steht vielen Klicks nichts im Weg. 


Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER





Anzeige



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige