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Der perfekte Spieleabend
19. Mai 2016, 19:03 Uhr
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Die Zutaten einiger Klassiker: Domino, Dame, Schach, Mikado. Foto: Malachy666 – 200494361 / Shutterstock.com
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Nicht nur beim Poker-Spiel ist Konzentration gefragt. Foto: bilciu - 286107428 / Shutterstock.com
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Nicht immer müssen Spiele komplex sein. Manchmal reicht eine Handvoll Würfel. Foto: Twinsterphoto – 414597412 / Shutterstock.com
Brettspiele erfreuen sich steigender Beliebtheit. In den frühen 2000ern galten Gesellschaftsspiele, abseits von wenigen Klassikern wie Monopoly und Risiko, eher als Zeitvertrieb im Familienkreise oder wurden von Junggesellen für feuchtfröhliche Trinkspiele zweckentfremdet. Inzwischen liegt der gemeinsame Spieleabend bei Jung und Alt aber wieder im Trend, denn die Auswahl unterhaltsamer Brettspiele ist so groß wie nie. Doch was macht den Reiz des klassischen Brettspiels aus?
Ist es die Auswahl des richtigen Spiels, sind es die leckeren Knabbereien, eventuell die gemütlichen Sitzgelegenheiten oder vielleicht doch das soziale Beisammensein mit guten Freunden, was den Spieleabend so attraktiv macht? Wahrscheinlich ist es ein Mix aus all diesen Vorzügen, weswegen viele Freunde immer häufiger zum Spieleabend zu Hause einladen. Damit beim Würfeln und Drehen, Feilschen und Setzen aber auch wirklich jeder seinen Spaß hat, sollten einige grundlegende Punkte beachtet werden. Die Grundpfeiler eines gelungenen Spieleabends werden im Folgenden vorgestellt.
 
1. Der Spaß kommt zuerst – aber nur mit Regeln

 
Die soziale Komponente spielt für die meisten Menschen die zentrale Rolle. Und dies meint nicht nur das gemütliche Beisammensein, sondern auch, Siege und Niederlagen nicht allzu ernst zu nehmen. Der Spaß sollte an erster Stelle stehen. Auch wenn bei vielen Brettspielen der Wettbewerb ein treibendes Element darstellt, so sollten sich alle am Tisch über ein gemeinsames Ziel einig sein und dahingehend an einem Strang ziehen.
 
Dabei kommt es natürlich darauf an, wer am Spieleabend teilnimmt. In der rauen Männerrunde beim Poker, wo oft um Geld gespielt wird, darf es vielleicht etwas ernster und ruhiger zur Sache gehen. Beim Pärchenabend hingegen steht womöglich die Unterhaltung und Kommunikation im Vordergrund.



Schlussendlich gehen aber alle Beteiligten, vom Gastgeber bis zum mitgebrachten Bekannten, an einem Spieleabend eine mündliche Form des Gesellschaftsvertrages ein, mit der vordergründigen Zielsetzung, einen schönen Abend zu verbringen. Und dies funktioniert zumeist nicht ohne Regeln. Betrunkene, die bei einem komplexen und langfristigen Spiel wie „Twilight Imperium“ nach dem fünften Bier die Spielregeln und Strategien vergessen, sind ebenso unerwünscht wie diejenigen, die schummeln oder sich als schlechte Verlierer erweisen. Genau wie auf dem Spielbrett und bei jedem menschlichen Zusammensein ist es ratsam, an einem Spielabend auch kleine, aber gültige Regeln aufzustellen, mit denen sich alle arrangieren können.
 
2. Weniger gegen- und mehr miteinander spielen
 
Eine Szene, die jeder schon einmal erlebt hat: Im Familienkreis wird am Sonntag Monopoly ausgepackt und irgendwann passiert das, was passieren muss: Jemand gelangt auf die Schlossallee. Dank des vierten Hauses wechselt eine große Spielsumme den Besitzer, es wird gehänselt und mitunter fließen sogar Tränen, gerade bei den jüngeren Spielteilnehmern.
 
Dieses kindische und neckische Verhalten schlummert auch in Erwachsenen. In vertrauter Runde wird gern gepiesackt und getriezt, das letzte Wort haben dabei natürlich immer die Gewinner. Provozierende Sprüche gehören in vielen Kreisen zu Brettspielen dazu. Leider kennen einige aber keine Grenzen. Bisweilen geschieht dies auf so deftige Art, dass es schnell einmal lauter wird und der Spaß in bitteren Ernst umschlägt. Denn nicht jeder verträgt es, zu verlieren oder zu gewinnen.
 
Die besten kooperativen Brettspiele

 
  1. The Walking Dead - Der Widerstand
  2. The Game
  3. Zombicide
  4. Andor
  5. Der Millionen-Coup
  6. Doom
  7. Arkham Horror 

Hat man mehrere Charaktere dabei, die sich bei Spielen mit Konkurrenzfaktor wie Poker, „Der Eiserne Thron“ oder „Junta“ nicht benehmen können und schnell die Kontrolle verlieren, ist es ratsam, auf ein kooperatives Brettspiel auszuweichen, bei dem das friedliche Miteinander im Vordergrund steht und alle gemeinsam gewinnen oder verlieren.
 
Was erst einmal langweilig klingt, kann mitunter richtig aufregend sein. Besonders US-amerikanische Hersteller wie „Fantasy Flight Games“ haben eine bunte Auslese an hochwertigen Spielen im Angebot, bei denen die Teilnehmer einer Spielrunde gemeinsam eine spannende Aufgabe erledigen müssen.
 
Ob nun wie in „Zombicide“ gegen Horden von hungrigen Untoten angetreten werden muss oder in „Eldritch Horror“ das uralte Böse bekämpft werden will, die Regeln sind meist einfach gehalten, der Unterhaltungsfaktor liegt dafür umso höher.
 
Die besten Strategiespiele
  1. Junta
  2. Tribun
  3. Wallenstein
  4. Der Eiserne Thron
  5. Shogun
  6. Zombicide 


3. Bloß keine Langeweile aufkommen lassen
 
Moderne Gesellschaftsspiele fordern von ihren Mitspielern oftmals einiges an Geduld und Zeit, die aber nicht zwangsweise jeder mitbringt. Bei der Auswahl der Spiele sollte vorab geklärt werden, welchen zeitlichen Rahmen man setzen möchte. Denn nichts raubt einem mehr den Spaß am Spiel als unvollendete Spielrunden. Wer sich am Wochenende trifft, der darf gerne zu zeitraubenden Strategiespielen greifen, die oft einige Stunden vereinnahmen.
 
Wer es lieber etwas kurzweiliger mag und möglichst viele Runden in kurzer Zeit spielen möchte, der ist oft mit älteren Spieleklassikern wie „Mensch ärgere dich nicht“ besser beraten.
 
Natürlich spielen auch in diesem Fall die Teilnehmer der Spielrunde wieder eine zentrale Rolle. Kinder haben zumeist weniger Geduld und wollen keine allzu komplizierten Spiele spielen. Jugendliche lieben dynamische und abwechslungsreiche Spiele, bei denen viel gelacht wird und sich viele ärgern. Erwachsene sind in der Regel ausdauernder und bevorzugen Gesellschaftsspiele, bei denen man mithilfe einer guten und langfristig ausgelegten Strategie Erfolge erzielen kann.
 
Ganz nebenbei darf auch der Zweck des Spielens nicht vergessen werden. Vor dem Discobesuch eignet sich eine Runde „Looping Louie“ in der Ausgabe für Erwachsene, um in Stimmung zu kommen. Strategisches Geschick wie in einem Online Casino ist bei Casino-Spielen wie Poker oder Black Jack gefragt, mit denen auch prima um kleine Einsätze gespielt werden kann, was natürlich nicht immer Geld sein muss.
 
4. Gemütlichkeit spielt mit
 
Wichtig für einen Spieleabend ist neben gegenseitiger Rücksichtnahme der Wohlfühlfaktor. Im Idealfall haben die Spieler bequeme Sitzplätze, der Spieltisch ist ausreichend dimensioniert und keiner muss sich eingeengt in eine ungemütliche Sitzecke quetschen oder mit einer anderen, weniger bekannten Person zu eng auf Tuchfühlung gehen.
 
Bei größeren Runden in kleineren Wohnungen kann dies schnell zu einer echten Herausforderung für den Gastgeber werden. Aber wer zusammen anpackt, einige Möbel zurechtrückt und im Anschluss wieder an Ort und Stelle verschiebt, der findet selbst in den kleinsten Räumen ausreichend Platz für Groß und Klein.
 
Für einen perfekten Spieleabend bedarf es selbstverständlich noch einiger weiterer Faktoren, die sich eigentlich auf jede Party beziehen lassen. So ist es nie verkehrt, Trinken und Essen mitzubringen, das man auch gerne mit den anderen Gästen teilt. Je ausgefallener Speis und Trank, desto besser und genüsslicher der Abend.
 
Wenn drinnen geraucht wird, sollten alle damit einverstanden sein, das letzte Wort hat im Zweifelsfall der Gastgeber. Rücksichtnahme ist wie beim Spiel selbst oberstes Gebot. Im Einzelfall kann es übrigens sehr lustig sein, aus einem Spieleabend einen Mottoabend zu machen. Für Poker im Anzug oder für „Junta“ als Inseldespot kostümiert zu erscheinen, das lässt den Abend auch optisch zu einem echten Highlight werden und schafft den perfekten Rahmen für ein gelungenes Spiel.

 
 


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