Vermögenswirksame Leistungen: Sparen – und der Chef zahlt dazu
26. April 2016, 14:14 Uhr
Sie wurden ins Leben gerufen, um Arbeitern und Angestellten das Sparen schmackhafter zu machen – und sie können Teil der privaten Altersvorsorge sein: die vermögenswirksamen Leistungen. Bei dieser Anlageform winkt Geld von Chef und Staat!
Geld vom Arbeitgeber

Vermögenswirksame Leistungen (VL) werden in einer ganzen Reihe von Branchen gezahlt – gespart werden können monatlich rund 40 Euro. Beteiligt sind bei diesem Vermögensaufbau Arbeitnehmer, Arbeitgeber, der Staat und ein Kreditinstitut. Um in den Genuss von VL zu kommen, benötigt man lediglich einen Bausparvertrag oder einen Fondssparplan. Wichtig ist, im Vorwege abzuklären, ob die gewählte Form der Geldanlage vom Staat auch als förderungswürdig anerkannt wird. Die zu erwartende Rendite ist abhängig von der Form der gewählten Geldanlage: Es gibt zum Teil große Differenzen bei den Zinserträgen von Bausparverträgen, Banksparplänen, Investmentfonds und Lebensversicherungen. Und: Man sollte bei der Auswahl auch die möglichen Risiken im Blick haben. Wer risikoreich anlegt, kann hinterher womöglich mehr einstreichen – oder nach Ablauf der VL einen Verlust einfahren.

Einkommensgrößen sind entscheidend

Ein Bausparvertrag wird in Form der Arbeitnehmersparzulage gefördert, wenn der Sparer ein zu versteuerndes Einkommen von bis zu 17.900 Euro (Verheiratete: 35.800 Euro) erhält. Ein Fondssparplan wird vom Staat bis zu einer Einkommensgrenze von 20.000 Euro (Verheiratete: 40.000 Euro) gesponsert. Das Bruttogehalt kann unter Umständen sogar über diesen Werten liegen, denn die Finanzierungshilfe von Vater Staat wird erst nach Abzug der Werbungskosten (Fahrten zum Arbeitsplatz, Aufwendungen für Berufskleidung usw.) berechnet. Im Netz erfährt man hier Näheres über die Möglichkeiten zur Förderung sowie weitere Informationen rund um das Thema vermögenswirksame Leistungen. Alternativ kann man sich auch bei einem Finanzinstitut seiner Wahl bezüglich Förderfähigkeit und Anlagemöglichkeiten beraten lassen.

Steuerfreie Sparzulage

Der Arbeitgeber zahlt bei den VL seinen Beitrag direkt in die vom Arbeitnehmer ausgewählte Geldanlageform ein. Abgerechnet wird der Beitrag über das Gehalt, es müssen – wie beim Lohn selbst – Steuern gezahlt werden. Die Arbeitnehmersparzulage vom Staat ist indes steuerfrei, muss aber jährlich mit der Steuererklärung beantragt werden. Dann gibt es pro Jahr maximal 80 Euro. Die Laufzeit für die VL liegt immer bei sieben Jahren – sechs Jahre zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein. Im siebten Jahr ruht der Vertrag, danach wird die aufgelaufene Sparsumme an den Arbeitnehmer ausgezahlt. Auch gut zu wissen: Selbst wenn der Arbeitgeber keine Zuzahlungen für die VL gewährt, lässt sie sich zum Ansparen nutzen. Man kann in diesem Fall seinen Arbeitgeber bitten, einen Teil des eigenen Gehalts direkt in die Geldanlage einzuzahlen.


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