Fünf Spartipps zur Kfz-Wechselsaison
28. Oktober 2015, 09:17 Uhr
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Der Herbst ist auch Wechselzeit für die Kfz-Versicherung. Ende November endet die jährliche Wechselfrist für die Autoversicherung - Stichtag ist der 30 November. Im Folgenden sind fünf Spartipps zur Wechselsaison erläutert.
 

Vergleich der Versicherungsanbieter und Tarifcheck

Der größte Sparfaktor an sich ist natürlich ein günstigerer Tarif: Führen Sie deshalb unbedingt einen Kfz-Versicherungsvergleich durch. Ein umfassender Vergleich ist zeitintensiv und erfordert einiges an Aufwand. In vielen Fällen lohnt sich die Mühe, da es häufig günstigere Alternativen zum bestehenden Tarif gibt.

 

 

Versicherungsarten und Konditionen abwägen

Um hierzulande ein Kraftfahrzeug für den Straßenverkehr zulassen zu können, müssen ihre Halter dem Amt gegenüber beim Anmelden einen gültigen Versicherungsschutz nachweisen. Hierbei handelt es sich um die Kfz-Haftpflichtversicherung, die im Falle eines Unfalls die Opfer vor den finanziellen Folgen schützt. Neben dem Autofahrer umfasst dieser Schutz auch Unbeteiligte, die von einem Unfall betroffen sind.


Neben der Autohaftpflicht als eine Pflichtversicherung gibt es zwei weitere Kfz-Versicherungen, die zusätzlichen Schutz bieten. Es handelt sich hierbei um die Teilkasko- sowie um die Vollkasko-Versicherung. Im Unterschied zur Kfz- Haftpflichtversicherung zählt die Kaskoversicherung nicht zur Pflichtversicherung.

Die Frage, welche der beiden optionalen Versicherungspolicen die richtige ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Grundsätzlich gilt, dass der Umfang des gewählten Versicherungsschutzes im entsprechenden Verhältnis zum Alter und Wert des jeweiligen Fahrzeugs stehen sollte. In der Regel ist eine Teilkasko-Versicherung günstiger, dafür ist der Leistungsumfang auch geringer. Bei der Entscheidung, ob es Voll- oder Teilkasko werden soll, hilft auch dieser Ratgeber von Verivox.


Beide Versicherungsarten schützen vor Schäden am eigenen Fahrzeug. Die Teilkasko-Versicherung deckt unter anderem folgende Schäden ab: Diebstahl oder versuchter Diebstahl (nicht jedoch durch Vandalismus), Brandschäden, Glasbruch, Kurzschluss (z.B. durch einen Marderbiss), Wildschäden sowie höhere Gewalt. Wer sein Auto gegen Vandalismus, Fahrerflucht oder Schäden durch Eigenverschulden absichern möchte, muss eine Vollkasko-Versicherung abschließen. Ist eine grundsätzliche Entscheidung über die Art und den Umfang der Kfz-Versicherung gefallen, lassen sich durch das Ausnutzen von Rabatten teilweise erhebliche Kosten einsparen.

 

Vergünstigungen nutzen

Viele Versicherer bieten unterschiedliche Rabatte an. Im Falle einer Kaskoversicherung führt die sogenannte Werkstattbindung in vielen Fällen zu einer Reduzierung der Versicherungsbeträge. Diese Regelung beinhaltet, dass nur Autowerkstätten aufgesucht werden dürfen, die der jeweilige Versicherer vorgibt. Des Weiteren können bestimmte Berufsgruppen, z.B. Beamte oder Beschäftigte in der Versicherungsbranche, von Vergünstigungen bei der Zahlung der Versicherungsprämien profitieren. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer Rabattmöglichkeiten, wie eine Höchstgrenze bei den jährlich gefahrenen Kilometern, eine Garage, eine Festlegung, wer das Fahrzeug fahren darf. Natürlich hat jede dieser Vergünstigungen auch entsprechende Vor- und Nachteile, die FinanceScout24 hier erklärt.

 

   

Selbstbeteiligung und Schadenübernahme einkalkulieren

Nicht jeder Schaden ist ein Fall für die Autoversicherung, Fahrzeughalter tragen kleinere Schäden am Wagen im Rahmen einer Selbstbeteiligung selbst. Da Sie ihrem Versicherer dadurch Verwaltungskosten ersparen, erhalten Fahrzeughalter in den meisten Fällen einen Beitragsrabatt. Die Höhe der Selbstbeteiligung für die Teilkasko- bzw. Vollkasko-Versicherung kann grundsätzlich unterschiedlich hoch gewählt werden. Bei der Vollkasko empfiehlt Finanztip etwa 300 Euro Selbstbehalt, in der Teilkasko die Hälfte. Generell wird empfohlen, auf Vergleichsportalen zu überprüfen, ob eine höhere Selbstbeteiligung zu einem zusätzlichen Preisvorteil führt.

 

Schadenfreiheitsrabatte von Verwandten nutzen

Fahranfänger müssen bei der Autoversicherung typischerweise tiefer in die Tasche greifen als Fahrzeughalter mit mehr Fahrerfahrung. Aus Sicht der Versicherer stellen junge Autofahrer ein höheres Risiko dar, es ist statistisch erfasst, dass Fahranfänger häufiger in Unfälle verwickelt sind. Die Versicherer reagieren auf diesen Sachverhalt mit höheren Beiträgen und ungünstigeren Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen). Bei Kfz Kompass gibt es hierzu eine Infografik, die die Schadenfreiheitsklassen erklärt. Im folgenden Abschnitt sind einige Tipps erläutert, mit denen Fahranfänger die Kosten für die Kfz-Versicherung reduzieren können.

 

Die Eltern oder ein naher Verwandter als Versicherungsnehmer angeben

Kann ein Fahranfänger in der ersten Zeit mit dem Wagen der Eltern fahren, sollte er diese Möglichkeit wahrnehmen und dadurch Rabatte sammeln. Ein paar Jahre später sind die Kosten beim Abschluss einer eigenen Autoversicherung geringer. Wenn ein junger Mensch trotzdem ein eigenes Auto haben möchte, empfehle es sich, das Fahrzeug von einer anderen Person als Zweitwagen anmelden zu lassen und sich selbst als Zweitfahrer zu registrieren. Hier kommen die Eltern oder nähere Verwandte infrage. Voraussetzung ist, dass der Versicherungsnehmer über eine günstigere Schadenfreiheitsklasse verfügt. Durch die spätere Übernahme des Wagens profitieren Fahranfänger von der günstigen SF Klasse. Der Nachteil ist, dass die Eltern durch den Ausstieg aus dem Vertrag ihre SF-Klasse in diesem Fall verlieren.


Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen nahen Verwandten als Versicherungsnehmer einzutragen, der im besten Fall das Auto nicht mehr benötigt. Hierbei kann es sich beispielsweise um die Großeltern handeln. In dieser Konstellation registriert sich beispielsweise der Großvater als Versicherungsnehmer und der Fahranfänger trägt sich als Fahrzeughalter ein. Diese Regelung kann auch wieder rückgängig gemacht werden mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen für den neuen bzw. alten Fahrzeughalter und Versicherungsnehmer.

 

Weitere Sparmöglichkeiten - Familienversicherung und begleitetes Fahren für die erste Zeit

Eine Alternative zur Einsparung von Kosten bei der Kfz-Versicherung ist das Anmelden des Fahrzeugs beim gleichen Versicherer wie die Eltern. Einige Versicherungsunternehmen bieten in diesem Fall einen günstigeren Tarif, diese Chancen ermöglichen jedoch nicht alle Versicherer.


Weiterhin können Fahranfänger gegenüber dem Autoversicherer versuchen, durch das sogenannte "Begleitete Fahren" in eine günstigere Eingruppierung zu kommen. Hierbei können junge Menschen bereits ein Jahr vor der Volljährigkeit ihren Führerschein erwerben, eine Teilnahme am Straßenverkehr ist jedoch nur in Begleitung eines erfahrenen Fahrers möglich. Im Regelfall handelt es sich um die Eltern oder um nahe Verwandte. Statistische Erhebungen belegen, dass sich auf diesem Wege bei Fahranfängern weniger Unfälle ereignen. Die Autoversicherer honorieren dies teilweise mit entsprechenden Tarifvergünstigungen.

 

Regelmäßiger Vergleich der Versicherungsanbieter auch in anderen Bereichen

Die aufgeführten Spartipps sollen Autofahrern dabei helfen, günstig durch die Wechselsaison zu kommen und bei der Wahl der Kfz-Versicherung erhebliche Kosten einzusparen.


Generell empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen einen Vergleich der verschiedenen Versicherungsanbieter und einen umfassenden Tarifcheck durchzuführen. Dies trifft nicht nur auf die Kfz-Versicherung zu, oft gibt es auch in anderen Bereichen günstigere Alternativen.


Für den Wechsel des Autoversicherers sei noch einmal daran erinnert, dass der Stichtag in jedem Jahr der 30. November ist.

  


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