Countdown zur Fußball WM: der Fahrplan zum Weltmeister Titel 2014
22. März 2016, 06:35 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Foto: pixabay.com
Wenn in rund 100 Tagen WM-Gastgeber Brasilien im Auftaktspiel gegen die kroatische Auswahl das größte Turnierspektakel für Fußballfans eröffnet, dann sind auch die Tage zur finalen Entscheidung gezählt. Denn exakt 31 Tage später steht der neue Weltmeister 2014 fest. Doch bis es zu einer Ablöse, oder einer Bestätigung, des amtierenden Weltmeisters Spaniens kommt, ist es für die Teams ein langer sportlicher Weg, an dessen Anfang die Vorbereitung steht:

WM-fit in 4 Testspielen und 1 Trainingslager

Im Vorfeld der WM hat die FIFA vier Tage, den 05. März, den 13. Mai, den 01. und den 06. Juni, für Länderspiele anberaumt. Für die 32 Endrundenteilnehmer die ideale Möglichkeit, um sich einem unverbindlichen sportlichen Test zu stellen, in welchem sich Zusammenspiel und Strategie erproben lassen.

Die DFB-Auswahl hat sich für den ersten Termin WM-Konkurrent Chile nach Stuttgart bestellt, der Maitest führt dann die Nachbarn aus Polen nach Hamburg. Nachdem die Vereine ihre Spieler aus der Saison entlassen, führt Joachim Löw seine Auswahl nach Südtirol, ins Passeiertal, um dort von 21. bis 31. Mai ein letztes Training zu absolvieren.

Von den Junitestspielen gegen WM-Teilnehmer Kamerun und Armenien geht es dann beinah nahtlos am 7. Juni zum Flughafen Frankfurt am Main und über den Atlantik nach Brasilien. Dort bezieht die deutsche Nationalmannschaft das aufwändig errichtete WM-Quartier Campo Bahia in Santo André. Von diesem Standort im Bundesstaat Bahia aus erfolgt die Anreise an die Spielstätten der WM.

Die Aufgaben in den Gruppenspielen

Die Gruppenspiele führen die deutsche Auswahl in die Stadien der Küstenstädte Salvador, Fortaleza und Recife, wobei die meisten Reisekilometer in das am nördlichsten gelegene Fortaleza zu bewältigen sind. Die kürzeste Anreise, aber der schwerste Gruppengegner, steht zum Auftakt bevor: das erste Gruppenspiel, am 16. Juni, bringt die Begegnung mit Portugal in Salvador da Bahia.

Die Iberer haben sich einen Namen als typische Turniermannschaft gemacht, also eine Mannschaft, die sich erst warm spielt um dann immer besser zu werden, weshalb das frühe Treffen den Deutschen vielleicht sogar in die Hände spielt. Hinzu kommt, dass sich die Selecao bisher regelmäßig die Zähne an der DFB-Auswahl ausgebissen hat – zuletzt in der Gruppenphase der Fußball Europameisterschaft 2012.

Am 21. Juni wird dann im rund 1.500 Kilometer von Campo Bahia entfernten Fortaleza gegen die ghanaische Auswahl gespielt. Das „Bruder-Duell“ zwischen Jérome und Kevin-Prince Boateng ist eine Neuauflage des WM-Gruppenspiels vor vier Jahren in Südafrika, in welchem die deutsche Auswahl, ebenfalls unter der Federführung von Jogi Löw, mit 1:0 triumphierte.

Auch der letzte Gruppengegner, der am 26. Juni in Recife wartet, ist nicht unbekannt. An der Seitenlinie der US-Boys steht mit Jürgen Klinsmann jener ehemalige DFB-Trainer, der am Sommermärchen der Heim-WM im Jahr 2006 schmiedete. Dieses letzte Gruppenspiel könnte, sollte aus deutscher Sicht alles nach Plan laufen und die Qualifikation für die nächste Runde bereits in trockenen Tüchern sein, die B-Elf auf den Platz führen.

Das Ergebnis aus dem letzten freundschaftlichen Aufeinandertreffen im Juni 2013 (3:4 für die USA), in der ebenfalls die zweite Wahl zum Zug kam, mag dabei den Eindruck erwecken, die Ersatztruppe müsse sich zwangsläufig eine Abfuhr einholen. Dass es sich dabei aber eher um eine Sternstunde für die US-Auswahl handelte, zeigen die Ergebnisse aus den Ländertests im November 2013, in welchen zunächst gegen Schottland 0:0-Unentschieden gespielt wurde und Österreich eine 1:0-Niederlage für die Stars and Stripes nachlegte.

Auch die Turnierauftritte der US-Boys, Kontinentalbewerbe außer Acht gelassen, fallen regelmäßig eher bescheiden aus. Ein Highlight ist dabei mit Sicherheit das 2:0 gegen Spanien im Konföderationen Pokal 2009.

Der Turnierverlauf in den Finalrunden

Sollte die Gruppenphase unbeschadet durchlaufen werde, so wartet im Achtelfinale, je nachdem ob der Aufstieg als Gruppenerster oder -zweiter erfolgt, am 30. Juni oder am 1. Juli ein aus Gruppe H aufgestiegener WM-Teilnehmer. Deutschland könnte also auf Belgien, Russland, Südkorea oder Algerien treffen. Die Viertel- und Halbfinali folgen dann am 4./5. bzw. 8./9. Juli, bevor es am 12. Juli um Platz Drei und am 13. Juli schließlich um den Weltmeistertitel geht.

Wer sind nun die aussichtsreichsten Kandidaten für den ganz großen Triumph bei der WM 2014? Ein Blick auf die aktuellen WM Quoten (link) zeigt, dass die Wettanbieter den Kreis der Top Favoriten auf vier Nationen beschränkt haben. Dazu zählen einerseits mit Gastgeber Brasilien und der Mannschaft von Argentinien die beiden Schwergewichte aus Südamerika, und andererseits mit Titelverteidiger Spanien sowie der deutschen Auswahl die beiden dominanten europäischen Vertreter der letzten Jahre. Anderen großen Fußballnationen wie beispielsweise Italien, England oder Frankreich bleibt nach Einschätzung der Buchmacher nur die Außenseiterrolle.

Mitten in den Top Ten der Favoritenliste befindet sich mit Belgien auch ein Geheimtipp der Experten, ob die derzeit heranreifende goldene Fußball-Generation der Belgier aber schon bei einem großen Turnier bestehen kann bleibt wohl eher abzuwarten bzw. anzuzweifeln. Auch Portugal mit Christiano Ronaldo und die Auswahl von Uruguay sollte man bei den diversen WM Prognosen zumindest als mögliche Überraschung auf der Rechnung haben.



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER





Anzeige



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige