Stralsund
Eine verschollen geglaubte Handschrift des portugiesischen Mathematikers Francesco de Mello (1490-1536) ist im Stralsunder Stadtarchiv entdeckt worden. Handschriften-Experten der Staatsbibliothek zu Berlin konnten die 1521 in Paris verfasste, reich verzierte Handschrift zweifelsfrei dem Portugiesen zuordnen.
Bonn
Zum achten Mal wird Ende der nächsten Woche der Unesco-Welterbetag gefeiert. An fast allen 36 deutschen Welterbestätten gibt es am 3. Juni Sonderführungen, Stadtrundfahrten oder Wanderungen.
Frankfurt/Main
Das älteste noch stehende Gebäude Frankfurts ist wieder zugänglich: Teile einer Königsburg der Staufer aus dem 12. Jahrhundert direkt am Main. Das Gebäude ist Teil des Historischen Museums der Stadt, das derzeit von Grund auf erneuert wird.
Tel Aviv/Jerusalem
Israelische Archäologen haben ein fast 3000 Jahre altes Siegel mit dem Wort «Bethlehem» darauf ausgegraben. Dies sei der älteste bekannte Hinweis außerhalb der Bibel auf die Existenz der späteren Geburtsstadt Jesu, sagte der Archäologe Eli Schukron am Mittwoch.
Oviedo
Der Japaner Shigeru Miyamoto, Schöpfer von Videospielen wie «Super Mario», «The legend of Zelda» und «Donkey Kong», ist mit dem spanischen Prinz-von-Asturien-Preis für Kommunikation und Geisteswissenschaften ausgezeichnet worden.
Brüssel/Lima
Eine 1000 Jahre alte Totenkammer mit über 80 Leichen ist in Peru entdeckt worden. Ein belgisches Archäologenteam habe die gut erhaltenen Mumien und Skelette in dem großen Heiligtum Pachacamac ausgegraben, das rund 30 Kilometer südlich von Lima liegt, teilte am Dienstag die Université Libre de Bruxelles mit.
Frankfurt/Main/Weimar
Der Historiker und Publizist Arno Lustiger ist am Freitag auf dem jüdischen Friedhof in Frankfurt beigesetzt worden. Er war am Dienstag im Alter von 88 Jahren gestorben.
München/Weimar
Der kasachische Theaterregisseur Bolat Atabayev, die litauische Literatur- und Theaterwissenschaftlerin Irena Veisaité und der bosnische Autor Dzevad Karahasan werden mit der Goethe-Medaille 2012 geehrt. Die Auszeichnung soll am 28. August in Weimar überreicht werden, wie das Goethe-Institut (München) mitteilte.
Oviedo
Die amerikanische Philosophin Martha Nussbaum ist in Spanien mit dem angesehenen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Sozialwissenschaften ausgezeichnet worden.
Frankfurt/Main
Der Historiker und Publizist Arno Lustiger ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 88 Jahren, wie die jüdische Gemeinde in Frankfurt mitteilte. Lustiger hatte den Holocaust überlebt und galt als wichtige akademische Instanz für die Geschichte der Juden in dieser Zeit.
Genf/Potsdam
Einer der historisch bedeutendsten Edelsteine der Welt - der «Beau Sancy» aus dem Besitz der Preußenkönige - ist für umgerechnet knapp 7,5 Millionen Euro versteigert worden. Den Zuschlag bekam Dienstagabend in Genf ein Bieter am Telefon, der anonym bleiben wolle, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit.
Paris
Die mit 37 000 Jahren möglicherweise ältesten «Graffiti» der Welt hat ein internationales Forscherteam unter einem tonnenschweren Felsbrocken in Südfrankreich entdeckt.
Solms
Die Fotografin Barbara Klemm (72) ist mit dem «Leica Hall of Fame Award» ausgezeichnet worden.
Karlsruhe/Stuttgart
Die immer größere Jagd auf Nashornhörner führt zu besonderen Maßnahmen in Museen: In den Naturkundemuseen Stuttgart und Karlsruhe zum Beispiel sind jetzt die Original-Nashornhörner aus den Ausstellungsräumen verbannt, wie Museumssprecher der Nachrichtenagentur dpa sagten.
Schwäbisch Hall
Die Berliner Übersetzerin Gabriele Leupold hat den mit 15 000 Euro dotierten Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung erhalten.
New York
Amerikanische Forscher haben die mit Abstand ältesten Wandmalereien eines Maya-Kalenders in Guatemala entdeckt. Das astronomische Zahlenwerk ist nach Angaben der Experten von verschiedenen US-Universitäten rund 1200 Jahre alt.
Belgrad
Wissenschaftler und jüdische Organisationen in Serbien haben eine Gedenkstätte für Holocaust-Opfer in Belgrad gefordert.
Berlin
Der Deutsche Kulturrat hat das Wort «Kulturinfarkt» als Unwort des Jahres vorgeschlagen. Verbandsgeschäftsführer Olaf Zimmermann sagte am Freitag, das Wort entwickele sich derzeit zum geflügelten Wort für alle, die Kulturabbau betreiben wollten.
Berlin
Ein virtuelles Museum «Künste im Exil» soll künftig über das Schicksal von vertriebenen Schriftstellern, Malern, Musikern und Filmemachern informieren. Wie Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) am Donnerstag mitteilte, will er den Aufbau der Internet-Plattform mit 745 000 Euro fördern.
München
Eine Ausstellung in München widmet sich den Nazi-Propagandamitteln schlechthin: Plakaten aus den Jahren 1933 bis '45. Damit wollen die Kuratoren auch auf eins hinweisen: Die meisten Grafiker arbeiteten nach 1945 unbehelligt weiter - einer sogar für die Bundesregierung.