Brüssel
Die EU-Staats- und Regierungschefs fürchten bei einem Wahlsieg radikaler Parteien in Griechenland um den Bestand des Euro. Gefährdet ist nicht nur die Stabilität Griechenlands, sondern auch die Zukunft der gesamten Wahrungsunion. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker bestätigte, dass Experten der 17 Euro-Staaten über die Folgen eines möglichen Ausscheidens Griechenlands nachdenken.
Berlin
Es war das erste Mal, dass Kanzlerin Merkel einen Minister feuert. Der Paukenschlag der Kanzlerin hallt nach: An der Entlassung des NRW- Wahlverlierers Röttgen als Umweltminister wird CDU-intern Kritik laut. Nun soll Merkels Vertrauter Altmaier die Energiewende managen.
Athen/Brüssel
Es gibt Bewegung in Athen: Zum ersten Mal nach den Wahlen haben sich zwei griechische Parteien auf eine Kooperation geeinigt. Die Sozialisten und die kleine gemäßigte linke Partei Dimar streben eine breite Koalition an.
Berlin/Kiew
Fußball-EM-Gastgeber Ukraine gerät wegen seines Umgangs mit der schwerkranken inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ins Abseits. Sämtliche 27 Mitglieder der EU-Kommission werden den Spielen der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine fernbleiben.
Berlin
Bundespräsident Gauck setzt ein klares außenpolitisches Signal. Wegen der Inhaftierung der kranken Oppositionsführerin Timoschenko sagt er einen Besuch in der Ukraine ab. Dafür erhält er viel Beifall. Einen Boykott der Fußball-EM soll es aber nicht geben.
Berlin
Das Thema stand gar nicht auf der Tagesordnung, aber die Islamkonferenz kommt an den Aktivitäten radikaler Salafisten nicht vorbei. Es gibt Kritik und starke Worte. Ob es auch zu Konsequenzen kommt, wird aber bezweifelt.
Damaskus
Syrien atmet einmal tief durch - vielerorts schweigen vorerst die Waffen. Allerdings berichtete die Opposition am Ende von Tag Eins von 20 Toten. Aus dem brüchigen Frieden will der UN-Sondergesandte Annan einen echten Frieden machen: UN-Beobachter sollen schnell ins Land.
Berlin
Deutsche Steuersünder in der Schweiz sollen mit bis zu 41 Prozent stärker als geplant zur Kasse gebeten werden - doch der Milliarden-Segen für den Fiskus dürfte an der Opposition scheitern. Die SPD ist immer noch nicht zufrieden. Die erforderliche Mehrheit im Bundesrat ist weiterhin ungewiss.