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Saarbrücken

Saarbrücker Zeitung verleiht Medienpreis an Ehrenamtler

Von SZ-Redakteur Peter Wagner, 22.01.2013 01:59
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Foto: klö
Zum siebten Mal hat die Saarbrücker Zeitung den Medienpreis „Saarlands Beste“ verliehen. Dabei fielen die Ergebnisse recht knapp aus. Auch in Zukunft soll der Einsatz von Ehrenamtlichen gefördert werden.
Saarbrücken. So knapp wie nie fielen bei der siebten Auflage des SZ-Medienpreises „Saarlands Beste“ die Entscheidungen an der Spitze aus. Die zur Abstimmung gestellten 24 Projekte und Anliegen, zwölf von Einzelpersonen und zwölf von Gruppen, waren derart überzeugend, dass die Leserinnen und Leser der Saarbrücker Zeitung es schwer hatten, aus zwölf Monatsgewinnern die Jahresbesten zu wählen. „Sie sind alle Sieger“, rief denn auch Moderator und Chefredakteur Peter Stefan Herbst der Schar der Nominierten zu, während die Gruppe „Chorwurm“ ein Gänsehaut erzeugendes „We are the Champions“ intonierte.

Die Preisträger der Monate Januar bis Dezember 2012 waren mit Familienangehörigen und Freunden am Sonntagabend zur großen Abschluss-Gala in die Saarbrücker Congresshalle gekommen. Eingebettet in ein Showprogramm und begleitet von einem vorzüglichen kalt-warmen Büffet wurde jede einzelne Leistung groß herausgestellt. „Das ist beste Imagewerbung für das Saarland“, zeigte sich Wirtschaftsminister Heiko Maas (SPD) beeindruckt. Mit Tobias Hans (CDU), Oliver Luksic (FDP), Barbara Spaniol und Rolf Linsler (Die Linke) nahm die Landespolitik Anteil. Die Kommunalpolitik war unter anderem durch die SPD-Oberbürgermeister Charlotte Britz (Saarbrücken) und Alfons Lauer (Merzig) vertreten. Die Spannung war prickelnd, denn niemand wusste, wer die Mittelmeer-Kreuzfahrt (Einzelwertung) und 10.000 Euro (Gruppen) gewinnen würde.

Dass trotz widrigster Wetter- und Straßenverhältnisse über 300 Personen aus allen Winkeln des Landes zusammenströmten, war bereits eine bemerkenswerte Leistung, Die Einzelwertung gewann mit 12,7 Prozent der Stimmen Hermine Conrad aus Schmelz-Limbach. Die 75-Jährige engagiert sich für krebskranke Kinder im Saarland. Sie verkauft selbst gebastelte Karten, Kerzen und Schmuck, um mit dem Erlös den Kindern eine Freude zu machen, etwa Klinik-Clowns zu engagieren. „Ich bin froh, die Arbeit machen zu können, es tut mir gut“, bedankte sich die Limbacherin, die zum ersten Mal auf einer Bühne stand.

Mit 21,8 Prozent der Stimmen ging der Gruppensieg an die Helfer der katholischen Pfarrgemeinde St. Pirmin und St. Michael St. Ingbert. Sie organisieren seit 2006 auf der Braschenbahn des Mühlwaldstadions einen 24-Stunden-Wohltätigkeitslauf, bei denen bislang schon an die 200.000 Euro für Projekte in aller Welt zusammenkamen. Etwa hundert Helfer kümmern sich jeweils um die Verpflegung der Sportler. So müssen 24 Stunden lang Äpfel geschält und Getränke gereicht werden. Vom Kind bis zum Lauf-Opa, vom Anfänger bis zum weltbekannten Ultralaufprofi schwärmt die Szene von diesem Ereignis, bei dem zuletzt 1228 Personen in die Wertung kamen. Die Läufer mögen die Innigkeit, mit der sie hier umsorgt werden, und strengen sich deshalb besonders an – „was wiederum die Leidenschaft der Helfer schürt, sie merken das natürlich“, beschrieb Mit-Initiator Gerhard Wannemacher den „Spirit“ dieses Laufes. Er und seine Mitstreiter waren völlig „baff“ und überglücklich, den Hauptpreis gewonnen zu haben.

Nicht die unwichtigste Frage am Ende einer „Saarlands Beste“-Gala: Findet der Medienpreis eine Fortsetzung? Der Vorsitzende der Geschäftsführung der SZ, Joachim Meinhold, ließ keinen Zweifel. Eine Zeitung sei schließlich dazu da, nach Motiven, Werten und Ethik der Ehrenamtler zu fragen und deren Einsatz zu fördern, also: „Auf Wiedersehen im nächsten Jahr“, ermunterte Meinhold das Publikum zu neuen Vorschlägen.

Auf einen Blick
Informationen rund um die Gala, bei der am Sonntag „Saarlands Beste“ gekürt wurden, finden Sie auch im sozialen Netzwerk Facebook. Dort stehen auch Fotos und Berichte über die Veranstaltungen der vergangenen Jahre.
Auch im Jahr 2013 sucht die SZ wieder „Saarlands Beste“. Neue Vorschläge für die Wahl zum Monatssieger als Einzelperson und Verein/Gruppe werden laufend angenommen. Senden Sie diese bitte an die SZ, Stichwort „Saarlands Beste“, Gutenbergstr. 11-23, 66117 Saarbrücken oder per E-Mail an saarlandsbeste@sz-sb.de. red

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