Sie sind hier: HomeKulturSZ-Artikel aus der Druckausgabe

Seeräuber-Oldie mit viel „hahaaaa“ und „hohoooo“





Saarbrücken
Seeräuber-Oldie mit viel „hahaaaa“ und „hohoooo“
20. April 2017, 02:00 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

(tok) Gänzlich abgesoffen ist er ja nicht, der gute alte Piratenfilm – aber gäbe es Johnny Depp und die „Fluch der Karibik“-Reihe nicht, würde kein Freibeuter mehr über die Leinwand segeln. Nach den goldenen Zeiten von Errol Flynn oder dem „Roten Korsar“ versuchten Studios immer wieder, das Genre wiederzubeleben – fast immer vergeblich, manchmal spektakulär scheiternd: 1996 etwa versenkte „Die Piratenbraut“, satte 100 Millionen Dollar teuer, nur eines: ihr Filmstudio.

Einen vergeblichen, dennoch sehenswerten Wiederbelebungsversuch unternahm Hollywood 1976 mit „Der scharlachrote Pirat“, als DVD lange vergriffen und nun erstmals in brillantem HD auf Blu-ray zu sehen (von Koch Media). Der Film ist ein Vehikel für den 70er-Jahre-Star Robert Shaw („Der Clou“, „Der weiße Hai“) mit eher dünner Geschichte: Ein Pirat (Shaw) ficht einen sadistischen Südsee-Tyrannen ins Jenseits. Die Ausführung aber ist prächtig: Breitwandformat und bunte Bilder, die die tiefblaue See und den roten Einteiler des Piraten geradezu erstrahlen lassen.

Auffällig müht sich der Film, den naiven Abenteuergeist der alten Filme neu zu entfachen. Fast jeder Satz wird mit Impetus geschmettert, begleitet von mannhaftem „hahahaaa!“ und den Zusätzen „mein verrückter Freund“ oder „Du Schurke!“. Ein bunter Spaß von gestern, dessen Nostalgie sich sogar noch steigern lässt: Die Blu-ray enthält auch eine gekürzte Schmalfilmversion aus den 80ern, als Super-8 noch die Krönung der Heimkinotechnik war.




Saarbrücken

Völkermord und große Liebe

Wie viele Millionen Menschen 1932 und 1933 in der Ukraine verhungert sind, darüber sind sich die Historiker nicht einig – Schätzungen bewegen sich zwischen drei und sieben Millionen Menschen. Mehr
Saarbrücken

Kunst, die alles auseinandernimmt

Gerade hat Alexey Luka mit der Wand an der Garage in Saarbrücken das erste Werk des neuen Kunstspazierweges Artwalk fertiggestellt. Mehr
Saarbrücken

Ganzer Blues und halbe Wahrheit

„Authentisch“ ist ja einer dieser zu Tode strapazierten Begriffe im Pop und Rock, gerne im Verbund mit „ehrlich“. Was soll er bedeuten? Mehr



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige