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Intime Zwiesprache zwischen Schumann und Widmann





Saarbrücken
Intime Zwiesprache zwischen Schumann und Widmann
Von  Stefan Uhrmacher, 
30. November 2016, 02:00 Uhr
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Köpfchen und Schneid beweist Luisa Imorde auf ihrem Debütalbum „Zirkustänze“: Die aus Nordrhein-Westfalen stammende junge Pianistin kombiniert Musik des Romantikers Robert Schumann und des modernen Komponisten Jörg Widmann (geb. 1973), der Schumann zu seinen Favoriten zählt. Im Mittelpunkt der CD steht die Gegenüberstellung der „Elf Humoresken“ von Widmann in direktem Wechsel mit ausgewählten Schumann-Noten aus den „Kinderszenen“ bis zu den „Waldszenen“. Hier gelingt Imorde eine erfreulich intime und beredte Zwiesprache, bei der überraschende Verbindungen zwischen Alt und Neu zutage treten. Weniger punktet die Pianistin mit den Interpretationen, welche die CD ohne unmittelbare Gegenüberstellung abrunden: der Uraufführung von Widmanns Titel-gebender, humorvoll-ironischer Suite „Zirkustänze“ und den „Papillons“ von Schumann. Spieltechnische Qualitäten wie ihren klangvollen Ton kann Imorde bei Widmanns teils Virtuosität verlangender Tonsprache noch mehr zur Geltung bringen als bei den zurückhaltend gestalteten Schumann-Perlen.

„Zirkustänze“: Luisa Imorde (Piano) spielt Robert Schumann und Jörg Widmann; Ars Produktion



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