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Adliger Detektiv ermittelt wieder





München
Adliger Detektiv ermittelt wieder
Von  Jürgen Ruf, 
20. April 2017, 02:00 Uhr
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Lukas Ammann (rechts) als Graf Yoster und Wolfgang Völz als Butler Johann. Foto: SWR /dpa

Foto: SWR /dpa
50 Jahre nach dem Serienstart kehrt Graf Yoster auf den Bildschirm zurück.

Ein halbes Jahrhundert nach seinem ersten Kriminalfall gibt sich der adelige Detektiv im Fernsehen noch einmal die Ehre. Lukas Ammann kehrt auf den Bildschirm in der Rolle zurück, die zu seinem Markenzeichen wurde. Die Serie „Graf Yoster gibt sich die Ehre“ mit Ammann in der Titelrolle erreichte Kultstatus. Der Bayerische Rundfunk (BR) holt sie nun aus dem Archiv. Von diesem Samstag (22.4.) an werden im BR die ersten 36 Folgen der bekannten ARD-Serie gezeigt. Die Bayern würdigen damit den gebürtigen Schweizer, der heute 104 Jahre alt ist und in München lebt.

Schon die Einstiegsszene ruft Erinnerungen hervor: Chauffeur Johann fährt im schwarzen Rolls-Royce vor das Schloss und holt Graf Yoster ab. Dieser löst elegant gekleidet knifflige Kriminalfälle im In- und Ausland. Gezeigt werden die Episoden im BR Fernsehen nach Angaben des Senders voraussichtlich bis Ende August jeden Samstagabend von 23.30 Uhr an.

„Graf Yoster gibt sich die Ehre“ lief von 1967 bis 1976. Gedreht wurden 76 Folgen – die ersten 24 Episoden noch schwarz-weiß, dann in Farbe. „Die Serie war ein Straßenfeger“, erinnerte sich Ammann. Und sie war eine der ersten Krimiserien im deutschen Fernsehen. Sie verschaffte dem am 29. September 1912 in Basel geborenen Schauspieler große Popularität. Ammann spielte von der ersten bis zur letzten Episode den Serien-Adeligen. Er bildete mit Wolfgang Völz (heute 86) ein einzigartiges Duo, verkörperte einen aristokratischen Amateurdetektiv und Krimiautor. Völz war der Chauffeur und Diener mit krimineller Vergangenheit.

Zu sehen sind neben Ammann und Völz viele prominente Nebendarsteller, die später durch andere Rollen bekannt wurden und längst gestorben sind: Zum Beispiel Klausjürgen Wussow, Helmut Fischer und Klaus Schwarzkopf. Doch die Serie ist nicht nur etwas für Nostalgiker. So gibt es eine Ausstattung, die in den 60er und 70er Jahren wie Science-Fiction wirkte – etwa das Autotelefon des Grafen oder die im Rolls-Royce verbaute Minibar.

Die Serie war Wegbereiter vieler moderner Krimiformate. Und prägte den Hauptdarsteller. „Graf Yoster begleitet mich bis heute“, sagte Ammann 2012. „Ich werde häufig als Graf angesprochen.“ Doch die Serie hatte für ihn auch Nachteile: „Wolfgang Völz hat schnell auch andere Rollen bekommen. Ich war auf den Graf festgelegt und wurde für andere Filme daher kaum noch besetzt.“

Graf Yoster gibt sich die Ehre, Samstag, 23.30 Uhr, BR




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