Sie sind hier: HomeKultur

Wie Heiko Maas die Rechte von „Kreativen“ stärken will





Berlin
Wie Heiko Maas die Rechte von „Kreativen“ stärken will
dpa/red,  10. Oktober 2015, 00:00 Uhr
Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will Musiker, freie Journalisten und Buchautoren künftig besser vor Ausbeutung und Knebelverträgen schützen. Seine geplante Reform des Urheberrechts dürfte insbesondere bei einigen Musik-Verwertern auf Widerstand stoßen. Sollte der Entwurf Gesetz werden, wird demnächst jeder Künstler nach fünf Jahren die Möglichkeit haben, die Nutzungsrechte an seinen Werken zurückzurufen. Es steht ihm dann etwa frei, sich einen anderen Musikverlag zu suchen, der Titel weiter vermarktet. Der alte Verwerter soll jedoch ein Vorkaufsrecht erhalten. Sofern er dem Künstler die selben Konditionen bietet wie der neue Verlag, verblieben die Rechte bei ihm.

Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) begrüßt den Entwurf. Er sei ,,ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Rechtsposition von Musikern, Autoren und Journalisten“, so DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. Kritik kommt hingegen vom Hamburger Rechtsanwalt Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft. „Das würde vor allem Investitionen in innovative Projekte, etwa neue Musical- und Filmproduktionen, erschweren“, so Michow, weil sich „bessere Angebote“ leicht fingieren ließen.

Journalisten sollen künftig bei Mehrfachnutzungen ihrer Texte nicht mehr mit niedrigen Pauschalhonoraren abgefertigt werden können. „Kreative müssen von ihrer Arbeit leben können“, so Maas. Damit sie gegenüber Auftraggebern selbstbewusster auftreten können, plant Maas ein Verbandsklagerecht für Urheberverbände. Länder und Verbände haben nun drei Monate Zeit, Stellung zu beziehen.

Landtagswahl 2017




Zur detailierten Ansicht: Alle Ergebnisse der Saar-Wahl




Saarbrücken

Leonardy: Bloß gute Worte fürs Saar-Festival sind zu wenig

Auf sein Festival-Publikum kann sich Robert Leonardy offenbar verlassen. Die Sorgenmienen, mit denen der Intendant der Musikfestspiele Saar und sein Sohn Bernhard, künstlerischer Leiter des ... Mehr
Berlin

Macht der Veränderung

Die Klagen über mangelnde technische und personelle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr reißen seit Jahren nicht ab. Neu ist, dass sie wieder ernst genommen werden. Mehr
Neunkirchen

Da war Musik drin

Blickt Hollywood neugierig nach Neunkirchen? Wohl nicht. Unstrittig ist aber, dass der große Sieger des Rohrbach-Filmpreises am Freitag, „Der Staat gegen Fritz Bauer“, just einen Tag ... Mehr



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige