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Erste Versteigerungsrunde bleibt ohne Gebote





Dillingen
Keiner will die Eissporthalle haben
Erste Versteigerungsrunde bleibt ohne Gebote

Johannes A. Bodwing,  11. Januar 2017, 02:00 Uhr
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Die Dillinger Eissporthalle soll zwangsversteigert werden. Foto: Johannes A. Bodwing
Zur Zwangsversteigerung steht die Eishalle Dillingen an. Beim ersten Termin am gestrigen Morgen im Amtsgericht Saarlouis fand sich jedoch kein Bieter für das rund 40 Jahre alte Gebäude.

„Ich komme beim nächsten Termin nicht mehr“, sagte Jürgen Folz am Dienstagmorgen im Saal 100 des Amtsgerichtes Saarlouis. Folz ist Eigentümer der Dillinger Eishalle. Das vor rund 40 Jahren erbaute Gebäude steht zur Zwangsversteigerung an. Jedoch erfolgte am Dienstag kein Gebot. Justizamtsrat Peter Ewen beendete die Versteigerung nach 31 Minuten.

„Interesse ja“, meinte einer der insgesamt zwei Dutzend Anwesenden, „aber nicht zu diesem Preis“. Der Verkehrswert ist auf 597 000 Euro festgesetzt. Als niedrigster Wert sind 298 500 Euro angesetzt, die Bank möchte mindestens 417 900 Euro. Die Versteigerung erfolge auf Antrag der Landesbank Baden-Württemberg, sagte Ewen. Das Objekt stehe auf vier Grundstücken, die nicht einzeln zu erwerben seien. Es gehe also nur als Ganzes. „Ich fürchte“, wandte sich Ewen recht früh an den Eigentümer, „Sie werden es nicht los“. Folz will deshalb die Möglichkeit nutzen, auf sein Eigentum zu verzichten. Denn „je länger ich das Ding an der Backe habe, um so höher werden ja die Schulden“. In diesem Falle könnte die Eishalle an das Land fallen. Andererseits bekäme der Eigentümer auch keinen Erlös mehr aus einer möglichen Versteigerung.

Er habe die Halle seit 13 Jahren, sagte Folz unserer Zeitung. Die Probleme seien im privaten Bereich entstanden. Fairerweise erwähnte er auch, dass an diesem Mittwochnachmittag die Untere Bauaufsicht die Statik prüfen werde. „Eventuell ist ab morgen kein Betrieb mehr möglich.“ „Wir waren überrascht, als wir davon gehört haben“, sagte Trainerin Ulrike Geber zur Zwangsversteigerung. Sie ist seit 1978 beim Eissportclub Dillingen, ECD, und Gründungsmitglied. Es bleibe die Hoffnung, „dass es irgendwie weitergeht“. Denn der Verein habe 120 Mitglieder, „alle aktiv“. „Es waren noch nie so viel wie heuer“, betonte Geber die Anmeldezahlen. Alternativen für den Eissportbetrieb wären weit weg, in Zweibrücken etwa, Mainz oder Bitburg. „Wir hatten 1200 Leute am Freitagabend in der Halle“, sagte ein weiteres Gründungsmitglied zu guten Zeiten unter Leitung des ECD. „Die Halle hatten wir von der Stadt Dillingen gepachtet. Zehn Mitarbeiter waren beschäftigt, Katharina Witt war hier, und wir haben noch Plus gemacht.“







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