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Flughafen Saarbrücken rechnet 2017 mit 470 000 Passagieren – Neue Ziele und weitere Airlines





Saarbrücken
Reiselust der Saarländer nimmt weiter zu
Flughafen Saarbrücken rechnet 2017 mit 470 000 Passagieren – Neue Ziele und weitere Airlines

09. Januar 2017, 02:00 Uhr
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Bernhard und Judith Ciupek (links im Bild) informieren sich am Schalter von Thomas Cook bei Monika Engelke. Auch der RTL-Bachelor Jan Kralitschka (rechts) verriet auf der Reisemesse seine Traumziele und verteilte Rosen an die weiblichen Messe-Besucher. Foto: Becker & Bredel

Foto: Becker & Bredel
Mit 8200 Besuchern kamen am Wochenende noch mehr Interessenten als schon bei der Premiere 2016 mit 7000 zur Messe „Reisezeit“ am Flughafen Saarbrücken. Fest steht schon: 2018 findet die Messe wieder statt.

Nach einem durch Terror-Anschläge in vielen Reiseländern 2016 verursachten Rückgang des Tourismus rechnet der Chef des Saarbrücker Flughafens, Thomas Schuck, für 2017 wieder mit einem deutlichen Anstieg der Zahl der Flugpassagiere ab Saarbrücken. Viele der 40 Aussteller auf der zweiten Messe „Reisezeit“, die am Samstag und Sonntag am Flughafen Saarbrücken stattfand, bestätigen in einer Umfrage unserer Zeitung diesen Eindruck. Sie berichten von zahlreichen Buchungen auf der Messe, zumal man derzeit auch noch von Frühbucher-Rabatten profitieren kann. Nach dem Rückgang 2016 auf rund 440 000 Reisende ab Saarbrücken geht Schuck für 2017 von 470 000 Passagieren aus. Damit erreiche man in etwa die Zahl von 2015.

Zum positiven Trend sollen zusätzliche Flüge, weitere Airlines und eine noch intensivere Werbung in Frankreich beitragen. So steuert im Sommerflugplan von April bis November 2017 erstmals Eurowings viermal wöchentlich Mallorca an. Dadurch erhöht sich die Zahl der wöchentlichen Verbindungen dorthin von 17 auf 21. Mallorca steht im Buchungsverhalten der Saarländer mit 58 Prozent an der Spitze. Dies werde auch 2017 so bleiben. Trotz der unübersichtlichen politischen Lage in der Türkei wolle man 2017 die Zahl der Flüge dorthin noch erhöhen. Dabei setzt der Saar-Flughafen auf eine Stärkung des Luftdrehkreuzes Antalya als Alternative zu Istanbul. Dies biete auch mehr Anschlussflüge. Schon seit Sommer 2016 steuert Sun Express Antalya viermal wöchentlich ab Saarbrücken an. Neu hinzu kommt die türkische Airline Pegasus mit zwei Flügen wöchentlich und Türkish Airlines, die im Oktober 2017 nach Antalya fliegt. Die türkische Riviera ist mit 19 Prozent die am zweithäufigsten gebuchte Urlaubsregion der Saarländer nach Mallorca, das TuiFly viermal wöchentlich anfliegt. TuiFly startet künftig wöchentlich 13 Mal ab Saarbrücken, davon viermal nach Griechenland und zweimal auf die Kanarischen Inseln, den Plätzen drei und vier in der Beliebtheitsskala der Saarländer. Hinzu kommt Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste, das Bulgarian Airlines künftig bedient. Nach Ansicht von Verkehrsministerin Anke Rehlinger kann der Saar-Flughafen mit seiner Zweisprachigkeit noch stärker bei französischen Kunden punkten. Ziel sei es, den Anteil französischer Fluggäste in den kommenden drei Jahren von 25 Prozent auf 30 Prozent zu steigern.

Rémi Schmit vom Reiseveranstalter FTI Voyages hält das für realistisch. Die Franzosen legten Wert auf Direktflüge und Pauschalreisen. Der Preis müsse stimmen. Sandrine Huwer, die sich für den Saar-Flughafen in Frankreich um mehr Kunden bemüht, verweist auf Werbung in Kinos von Nancy, Metz und Thionville. Silvia Kuses von Tui betont, durch die häufigeren Flüge dienstags und freitags könne man jetzt auch zehntägige Reisen nach Griechenland buchen. Dorit Balaster von Öger Tours, der Marke der Thomas Cook AG, sieht ein steigendes Interesse am Urlaub im Orient. Immer mehr Saarländer wollten Sizilien und Sardinien entdecken, so Yvette Dincher vom DER Tour ADAC Reisebüro. Andrea Maas von actionsport tauchreisen in Perl verweist auf ein „wieder sehr großes Interesse an Ägypten“. Auch Cenoten-Tauchen in den Höhlen von Mexiko sei zunehmend angesagt.

 

Meinung:

 

 

Saarländer machen es richtig

Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia

 

Die Saarländer lassen sich auch durch unruhige Zeiten und Terror-Anschläge ihre Urlaubslaune nicht vermiesen. Das ist gut so. Leichtsinnig sind sie deshalb auch nicht. Sie denken im Zweifelsfall über ein Alternativ-Reiseziel nach und informieren sich vorab ausführlich, so auch erneut bei der Messe „Reisezeit“ am Flughafen Saarbrücken, zu der am Wochenende wieder mehrere tausend Besucher gekommen sind.


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