EM 2016 - SZ Aktion: Täglich 50 Euro gewinnen - und 3 x Samsung Galaxy Tab Sie sind hier: HomeKarriereTop-News

VLG Großverbraucherdienst Südwest blickt auf 150-jährige Geschichte zurück



Anzeige


Saarbrücken
Saar-Handel in fünfter Generation
VLG Großverbraucherdienst Südwest blickt auf 150-jährige Geschichte zurück

17. November 2014, 00:00 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Das erste Geschäft des heutigen Handelsunternehmens VLG Großverbraucherdienst Südwest eröffnete vor 150 Jahren in der Saarbrücker Schlossstraße. Foto: VLG Foto: VLG
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

VLG-Chef Thomas Hempel
1864 begann die Geschichte des Saarbrücker Unternehmens VLG Großverbraucherdienst Südwest mit einem ersten Geschäft. Heute erzielt der Firmenverbund einen Jahresumsatz von 140 Millionen Euro.
 
Angefangen hat es mit der Eröffnung eines Material- und Farbwaren-Geschäftes – verbunden mit einer Colonial-, Tabak- und Cigarren-Handlung in der Nähe des Saarbrücker Schlosses. „Heute – 150 Jahre später – firmiert das Unternehmen unter VLG Großverbraucherdienst Südwest und beliefert die Gastronomie sowie die Großküchen der Region mit allem, was dort benötigt wird“, schlägt Thomas Hempel (55) den Bogen zur Gegenwart. Er leitet das Familienunternehmen in der fünften Generation.

Die Gründungsväter anno 1864 waren Theodor von St. Georg und Friedrich Obenauer. Der Name des letztgenannten Gründers ist heute noch zu finden – und zwar als Firmenname Obenauer GmbH. Sie ist die Muttergesellschaft der beiden Unternehmenszweige.

Das ist zum einen die VLG und zum anderen die Blechwarenfabrik Limburg. Diese kam 1904 zum Firmenverbund und hat heute Fertigungsstätten in Limburg, Neustadt (Wied), Polen und Russland. Das Produktionsprogramm umfasst Kanister und Dosen aus Weißblech – teilweise kombiniert mit Kunststoff –, in die beispielsweise Farben oder Lacke abgefüllt werden. Hinzu kommen Kronkorken für die Getränkeindustrie. In dem Blechwaren-Unternehmen sind rund 300 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Großhandelssparte VLG selbst steht auf zwei Geschäftsbeinen. Zum einen ist es die Belieferung von Restaurants, Krankenhäusern, Altenheimen oder auch der Justizvollzugsanstalt in der Landeshauptstadt. Zum anderen sind es zwei Cash + Carry-Märkte in Saarbrücken und Trier, die unter C-Gro firmieren. Dort können sich die Gastronomen oder die Großküchen-Betreiber mit allem eindecken, was sie benötigen. „Wir haben rund 20 000 Artikel im Angebot“, sagt Hempel. „Die Importe kommen aus ganz Europa, vor allem aber aus Frankreich und Italien.“

Um die Sortimentstiefe besser abdecken zu können und mit der kulinarischen Warenvielfalt auch nach außen Flagge zu zeigen, hat die VLG drei Spezialfirmen ins Leben gerufen. Der Feinkost-Bereich firmiert unter Cremona und ist vor allem auf den Import hochwertiger Fischprodukte, aber auch auf frisches Geflügel spezialisiert. Im Weinhaus Piemonte „bieten wir alles rund um die edlen Tropfen an“, sagt der Geschäftsführer. „98 Prozent der rund 2000 Weine importieren wir direkt vom Winzer.“ Hinzu kommen 800 Spirituosen. Das Angebot an Fleisch- und Wurstwaren decken zwei firmeneigene Metzgerei-Betriebe in Saarbrücken und Trier ab. In der VLG-Großverbraucher-Sparte sind rund 250 Mitarbeiter beschäftigt. Der gesamte Unternehmensverbund – inklusive der Blechwaren – erlöst knapp 140 Millionen Euro Jahresumsatz.

Die VLG greift auch auf regionale Produkte und Anbieter zurück. Speiseöle kommen aus dem St. Wendeler Land, der Salat im Sommer aus Lisdorf. Außerdem lässt die VLG ihre Kartoffeln und Zwiebeln bei der Schmelzer Firma Meyer Bernhard Kartoffel- u. Gemüseverarbeitung schälen. An Grenzen stößt die regionale Versorgung, „wenn die Kapazitäten der Hersteller unsere Nachfrage nicht zuverlässig decken können“, sagt Hempel.
Neu für Vereine SaarZeitung | Termin melden | Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige