Saar-Wirtschaft

Gute Geschäfte auf dem Dillinger Holzmarkt

Von Von SZ-Mitarbeiter Johannes A. Bodwing, 05. November 00:10
Bevor der Kamin wohlige Wärme spendet, muss das Holz dafür her. Eine Gelegenheit zum Erwerb bot sich am Samstag beim Dillinger Holzmarkt, wo insgesamt rund 100 Raummeter versteigert wurden. (Veröffentlicht am 05. November 00:10)
Dillingen. "Das ist lecker Holz!", pries Peter Meyer die nächsten Raummeter an. Buchen und Eichen waren das vor allem. In langen Stämmen liegen sie an Wegen des Dillinger Stadtwaldes nahe dem Wasserturm. Insgesamt rund 100 Raummeter, und die wurden am Samstagnachmittag bei recht garstigem Wetter auf dem Dillinger Holzmarkt versteigert.

Alle zwei Jahre findet der Dillinger Holzmarkt am Wasserturm statt. Ein mobiles Sägewerk zeigt dabei, wie Bretter und Latten geschnitten werden, ein Künstler sägt mit kreischender Kettensäge Skulpturen aus Holzblöcken. Dazu spielte am Samstag "Smokin Jug Stompers" Blues-Musik. Rund ein Dutzend mal fand der Holzmarkt bisher statt, inzwischen zusammen mit Stadt und Stadtwerken.

Denn Peter Meyer ist Forstwirt und kümmert sich auch um den Dillinger Stadtwald. Wer am Samstag mitsteigerte, war vorher schon im Bestand und wusste, welcher Holzstapel für ihn in Frage kam. "Das ist alles frisch gefälltes Holz", erklärte die Biogeografin Maria Meyer. 35 Euro koste normalerweise der Raummeter Laubholz, da könne man mit etwas Glück bei der Versteigerung ein gutes Geschäft machen. 14 Lose standen zur Versteigerung an, und jedes Los bedeutete eine bestimmte Holzmenge. Das niedrigste Anfangsgebot lag bei 73 Euro für 3,5 Raummeter. Die größte Menge bestand aus 14 Raummetern mit einem Startgebot von 294 Euro.

Letztlich wurde das für 408 Euro ersteigert, also knapp 30 Euro pro Raummeter. Ein Bieter aus Bous freute sich später über günstig erworbene 3,5 Raummeter. "Die liegen gleich am Weg, das ist gut zu machen."

Buchenholz hoher Qualität ersteigerte Ira Müller aus Pachten. Die 4,5 Raummeter seien zum Heizen, sagte sie.

Nach der Versteigerung wurde bei Peter Meyer sofort bar bezahlt, dann hielt auch Ira Müller den begehrten Holzschein in Händen. "Es wäre schön", ergänzte Joachim Müller, "wenn wir das im Winter aufarbeiten könnten, wenn es trocken-kalt ist". Das sei zwar einiges an Arbeit, "aber es macht auch Spaß, und man hat wieder für längere Zeit Brennholz".

 

 

 

 







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