Hamburg/Köln

Sauna-Regeln: So wird Schwitzen zum Vergnügen

09.12.2011 10:24
Sauna-Regeln

Saunieren ist besonders in der kalten Jahreszeit beliebt. (Foto: Andreas Gebert)
Im Winter zieht es viele Menschen zum Schwitzen in die Sauna. Das ist gesund und stärkt die Abwehrkräfte. Damit das Saunavergnügen bekömmlich, hygienisch und für alle ein Genuss wird, sollten sich Besucher an gängige Sauna-Regeln halten.

Immer eine Armlänge Platz lassen

In der Sauna sollte immer eine Armlänge Platz zum Sitznachbarn bleiben. Sich in eine Lücke zu quetschen, gelte als «Revierverletzung», erläutert das Netzwerk Etikette Trainer International (ETI). Wird es trotzdem mal eng, setzten sich Sauna-Gänger besser zum eigenen Geschlecht. Um Ärger zu vermeiden, sollten sie sich in solchen Fällen aber nicht ungefragt zwischen zwei andere drängen. Sie fragen also besser vorher, ob es dem anderen recht ist, wenn sie sich neben ihn setzen.

Besser ohne Knoblauch

Schwitzen gehört in der Sauna dazu. Doch um die anderen Besucher nicht zu stören, ist es ratsam, am Vortag Knoblauch und Zwiebeln vom Speiseplan zu streichen, rät das ETI. Die Hitze verstärke den Geruch der Körperausdünstungen.

Mit Saunaaufgüssen nicht übertreiben

Aufgüsse mit duftenden Zusätzen sind für viele Saunabesucher einer der Gründe, warum sie das Schwitzbad aufsuchen. Übertreiben sollten sie es aber nicht. Wichtig sei es, dass nicht zu lang und zu viel Wasser aufgegossen wird, erläutert der Deutsche Sauna-Bund in Bielefeld. Denn Aufgüsse führen zu einem zusätzlichen, kräftigen Hitzereiz, der nicht übertrieben werden sollte.

Bei einem Aufguss wird klares, mit Duftstoffen wie Citrus oder Eukalyptus versetztes Wasser direkt auf die heißen Steine des Saunaofens gegossen. Der Saunameister oder ein Gast verteilt den aufsteigenden Wasserdampf mit einem Wedeltuch gleichmäßig im Raum. Dem Sauna-Bund zufolge bieten die 2300 öffentlichen Saunaanlagen in der Regel stündlich Aufgüsse an.

Sauna nur nach moderatem Sport

Ein Gang in die Sauna nach dem Sport kann dem Körper beim Regenerieren helfen. Das gilt allerdings nur, wenn das Training moderat war. «Saunieren kann den Abbau von Laktat, das in der Muskulatur produziert wurde, erfolgreich unterstützen», erklärt Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. War die Trainingseinheit aber intensiv, ist der Körper bereits so stark geschwächt, dass die Belastungsreize in der Sauna ihm den Rest geben würden.

Grundsätzlich wirke sich die durchblutungsfördernde Wärme in der Sauna überaus positiv auf den Stoffwechsel aus, sagt Froböse. Muskelverspannungen lösten sich, die Heilung von leichten Verletzungen in der Muskulatur werde beschleunigt, und ein Muskelkater habe keine Chance. Allerdings brauche der Körper Zeit, sich an das regelmäßige Saunieren zu gewöhnen - genau wie er sich an einen Sport anpassen muss.

Wichtig ist auch, den Saunagang mit einer Abkühlung abzuschließen - nur so kommt der Organismus wieder auf Normaltemperatur. Sie sollte daher keinesfalls übersprungen werden. «Achten Sie jedoch darauf, immer herzfern mit der Kühlung zu beginnen, um den erhitzen Kreislauf möglichst schonend herunterzukühlen», rät der Gesundheitswissenschaftler.

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