Telefondoktor: Wenn bei Eltern Darmpolypen auftreten, dann besteht ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an Darmpolypen und möglicherweise an Darmkrebs zu erkranken. Das gilt besonders dann, wenn die Eltern oder auch nahe Verwandte bereits vor dem 60. Lebensjahr erkrankten.
In diesen Fällen sind Früherkennungsuntersuchungen zu empfehlen, und zwar erstmals zehn Jahre vor dem Alter, in dem das betroffene Familienmitglied erkrankt ist.
Wenn dabei Polypen gefunden werden, so lassen sich diese meistens problemlos entfernen. Darmpolypen sind in über 95 Prozent der Fälle zum Zeitpunkt der Diagnose noch gutartig. Bei den restlichen handelt es sich bereits um Frühstadien von Krebs, die aber ebenfalls noch während der Darmspiegelung entfernt werden können.
Bisher gibt es keine gleichwertige Alternative zur Darmspiegelung, aber es wird an der Entwicklung von kleinen Kameras gearbeitet, die der Patient einfach schlucken kann. Für die Diagnostik von Dünndarmerkrankungen ist die sogenannte Kapselendoskopie bereits etabliert. Dabei handelt es sich um eine Kamera in der Größe einer Vitamintablette, die nach dem Schlucken durch den Dünndarm wandert. Dabei wird die Innenwand des Darms gefilmt. Auf diese Weise lassen sich Erkrankungen relativ einfach dokumentieren und kontrollieren. Ähnlich wie bei der Computertomografie des Darmes sind eine Probenentnahme verdächtigen Gewebes oder gar die Abtragung von Polypen dabei jedoch nicht möglich. Die endoskopische Darmspiegelung wird daher auf Jahre hinaus die beste und zuverlässigste Methode der Früherkennung von Darmkrebs bleiben.
Sie brauchen keine Sorge vor der Darmspiegelung zu haben. Sie dauert nur zwischen 15 und 20 Minuten und ist weitgehend schmerzfrei und unbelastend. Mithilfe der Darmspiegelung lässt sich Darmkrebs lässt sich schon im Frühstadium erkennen, gleichzeitig können die Polypen während der Untersuchung direkt entfernt werden. Dadurch lässt sich das Darmkrebsrisiko um mehr als 90 Prozent verringern. red































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