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Fegen und schrubben: Bodenbeläge richtig pflegen

Von Stephanie Hoenig, dpa, 12.03.2012 10:27
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Die richtige Pflege für den Boden

Die Schuhe werden nicht gleich an der Tür ausgezogen - schon zieht sich eine Dreckspur durch die Wohnung: Böden wie dieses Laminat brauchen dann eine spezielle Pflege. Foto: Kai Remmers
Sie werden mit Turnschuhen, Stiefeln oder Pumps getreten. Fußböden - ob Parkett, Kork oder Fliesen - brauchen daher eine gute Pflege. Aber manche Beläge sind wasserscheu, andere brauchen im Wasser hingegen spezielle Pflegemittel.

Nicht jeder möchte seine Gäste bitten, die Schuhe auszuziehen. Bei Schmuddel- oder Tauwetter lässt es sich dann nicht vermeiden, dass mit den Straßenschuhen Granulat, kleine Steinchen und Schmutz ins Haus gelangen und dem Boden zusetzen.

Gerade Parkett und Laminat verkratzen leicht. Deshalb sollte man auf diesen Böden Schmutz besser vermeiden, rät die Stiftung Warentest in Berlin. Denn kleine Steinchen, Sand und grober Straßenschmutz unter den Schuhsohlen wirken wie Schleifpapier. Große Gummi-, Sisal- oder Kokosmatten und Gitter als Schmutzfänger vor der Wohnungstür verhindern, dass der Dreck nach drinnen kommt.

Schmutzkörnchen bekommt man schnell mit dem Staubsauger weg - und das ist nach Ansicht der Warentester besser als das Kehren mit dem Besen. Denn Parkett und Laminat haben eine harte, dichte Oberfläche, so dass Staub und Schmutz nicht anhaften, sondern lose auf dem Boden liegen. Fegen wirbele den Staub nur auf.

Parkett und Laminat mögen keine Wasserorgien. «Parkett wird durch die Versiegelung mit Lack oder Öl lediglich gegen Feuchtigkeit geschützt», erklärt Michael Schmid, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie in Bad Honnef. Es bestehe jedoch kein Schutz vor richtiger Nässe. Stehendes Wasser oder Reinigungsmittel in Lachen dürften daher nicht auf der Oberfläche zurückbleiben.

Daher sollte man Parkett nur mit einem Tuch oder einem nebelfeuchten Lappen wischen - am besten etwa mit Pflegemitteln mit wisch- und polierbaren Selbstglanzemulsionen, rät Schmid. Laminat werde ebenfalls nebelfeucht mit einem gut ausgewrungenen Tuch gewischt.

Der Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller in Bielefeld empfiehlt als Zusatz zum Wischwasser einen Laminatreiniger. Auf keinen Fall dürfe Bohnerwachs oder sogenanntes Polish verwendet werden. Die Mittel haften nicht auf der harzimprägnierten Oberfläche des Bodens und blieben als hässliche Flecken, Schlieren und Laufstraßen zurück.

Fliesen lassen sich leichter reinigen, da ihnen weder Wasser noch häufiges Reinigen mit Schrubber und Wischlappen etwas anhaben. Im Privathaushalt reichen bei geringer Verschmutzung handelsübliche Neutralreiniger wie Schmierseife, die mit biologisch leicht abbaubaren, umweltverträglichen Wischzusätzen angereichert sind.

Auch elastische Bodenbeläge können gesaugt und gewischt werden. Gummi- und Linoleumböden können laut Stiftung Warentest bei falscher Pflege aber leiden, denn alkalische Schmierseife greife die Oberflächen an. Besser sei hier Wischwasser mit Neutralseife oder Spezialreiniger. Schmutz auf PVC beseitigen Allzweckreiniger.

Gewachste Korkbeläge sollten mit wenig Wasser, also auch nebelfeucht gewischt werden - aber auch ohne Schmierseife, rät die Stiftung Warentest. Die Wachsschicht von Kork- und Linoleumböden sollten zudem etwa einmal jährlich erneuert werden.

Auf manchen Belägen kann ein starker Tritt und ein Rutscher mit dem Schuh sichtbare Flecken hinterlassen. «Dunkle Streifen auf PVC-Bodenbelägen gelten als problematisch. Sie werden meist durch Schuhabsätze aus dunklem Gummimaterial verursacht», erklärt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) in Frankfurt. Er rät zur Reinigung mit unverdünntem Allzweckreiniger oder alkoholhaltigem Fußbodenreiniger. Anschließend werde mit klarem Wasser nachgewischt.

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