München, Hamburg, Berlin - wer in diesen Städten ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, muss mitunter tief in die Tasche greifen. «Stellenweise sind die Preise für Wohneigentum recht hoch», sagte Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen. Generell sei das Preisniveau in Deutschland aber noch akzeptabel. «Von einer Immobilienblase kann man noch nicht sprechen.» Um sich vor überhöhten Preisen zu schützen, sollten Kaufinteressenten den Markt genau beobachten. Im folgenden einige wichtige Tipps:
Ziele festlegen: Vor einem Kauf sollten sich Interessenten darüber Gedanken machen, was ihnen wichtig ist. «Man sollte sich Stichpunkte aufschreiben», rät Schwarz. «Sollen etwa gute Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe sein oder lieber Schulen oder beides?» Anhand dieser Kriterien könnte die Interessenten dann ein passendes Wohngebiet aussuchen. Dabei gilt die Faustregel: Je besser die Infrastruktur, desto teurer sind die Immobilen.
Zeit nehmen: Für die Suche nach einem Objekt sollten sich die Interessenten Zeit nehmen. «Man sollte mindestens drei Monate einplanen, besser noch zwölf», sagte Schwarz. Verbraucher bekämen ein Gefühl für ein realistisches Preisniveau in der bevorzugten Wohngegend, wenn sie Anzeigen verglichen und möglicherweise auch einen Makler einschalteten. «Außerdem kann man sich bei dem Gutachterausschuss erkundigen, wie sich das Preisniveau in der Vergangenheit entwickelt hat.»
Angebote einholen: Ist die Wunschlage gefunden, sollten Kunden nicht gleich beim ersten Objekt zuschlagen. «Man muss immer mehrere Angebote einholen und miteinander vergleichen», sagte Schwarz. Bei der Besichtigung sollte ein Experte dabei sein, etwa ein Architekt. «Dieser kann schnell einschätzen, ob ein Preis zu hoch ist.»
Ausstattung vergleichen: Eine wichtige Rolle beim Preis spiele auch der Zustand. «Je höher die Ausstattung, desto höher auch der Preis», sagte Schwarz. Kunden könnten dies für sich nutzen. Wer etwa vor einer Renovierung nicht zurückschrecke, könne auch in einer sehr guten Lage noch bezahlbare Objekte erwerben. Allerdings sollte der Aufwand nicht zu hoch sein: «Die Modernisierung sollte 30 bis maximal 40 Prozent des Kaufpreises kosten», erklärt Schwarz. Andernfalls lohne es sich nicht.
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