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Seit 55 Jahren Spaß an der Faasend

Herr Strauß, Karo Blau-Gold Roden blickt auf eine lange Geschichte zurück. Wo hat die Rodener Faasend ihren Ursprung?Hans-Werner Strauß: Die erste schriftliche Erwähnung der Rodener Karnevalsgesellschaft (Rodeka) stammt vom 6. April 1957 (Veröffentlicht am 10.02.2012)

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Foto:

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Das Prinzenpaar Fritz und Agnes am Fetten Donnerstag zu Besuch im Kindergarten.

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Der Elferrat mit Elferratspräsident Herbert Dräger zu Fuß in Roden unterwegs.

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Sitzungspräsident Max Putze (hinten in weiß), Alois Biehl (links, damals Vorsitzender), Felix Berghoff (rechts) bei der Gründungskappensitzung am 11.11.1972.

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Das Prinzenpaar Fritz und Agnes am Fetten Donnerstag zu Besuch im Kindergarten.

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Der Elferrat mit Elferratspräsident Herbert Dräger zu Fuß in Roden unterwegs.

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Sitzungspräsident Max Putze (hinten in weiß), Alois Biehl (links, damals Vorsitzender), Felix Berghoff (rechts) bei der Gründungskappensitzung am 11.11.1972.

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Herr Strauß, Karo Blau-Gold Roden blickt auf eine lange Geschichte zurück. Wo hat die Rodener Faasend ihren Ursprung?

Hans-Werner Strauß: Die erste schriftliche Erwähnung der Rodener Karnevalsgesellschaft (Rodeka) stammt vom 6. April 1957. Als Gründungsmitglieder haben damals unter anderem Klaus Hafner, als erster Vorsitzender, Erich Schumacher, Herbert Dräger und Willi Jacob unterzeichnet. Rodeka hatte das Ziel, das Brauchtum Karneval durch Kappensitzungen und den Faasendumzug zu pflegen, zudem mit den anderen Saarlouiser Karnevalsvereinen die Rathauserstürmung durchzuführen. Bei ihren Bemühungen wurde sie tatkräftig vom Ortsinteressenverein (OIV) unterstützt. Leider gingen die Aktivitäten immer mehr zurück und verlagerten sich zunehmend auf die innerhalb des OIV gegründete "Karo7", Karneval Roden.

Wie kam es dann zur Gründung von Karo Blau-Gold?

Strauß: Die Arbeit der "Karo 7" nahm immer mehr Zeit in Anspruch, die Mitgliederzahlen stiegen, sodass der OIV beschloss, eine Karnevalsabteilung zu gründen. Für den Umzug 1971 ernannte der OIV ein Prinzenpaar, Prinz Wolfgang und Prinzessin Beatrix. Der Wunsch nach der Gründung eines eigenständig neuen Karnevalsvereins scheiterte zunächst noch an der Existenz der bestehenden, aber nicht mehr aktiven Rodeka. Erst nach der Session 71/72 kam es zur Neugründung. Als Rechtsnachfolger der Rodeka wurde die heutige Karo Blau-Gold Roden gegründet.

Wer waren die Gründungsväter?

Strauß: Hauptbetreiber der Neugründung waren insbesondere Medard Haffner (als Vorsitzender), Felix Berghoff, Theo Speicher und Max Putze. Ein Jahr später übernahm Alois Biehl das Ruder. Durch den plötzlichen Tod Biehls stand die Gesellschaft bereits ein Jahr später wieder vor Neuwahlen. Mit Max Putze kam dann der erste richtige Aufschwung. Die Vereinsaktivitäten wurden angekurbelt, die Programme für die Kappensitzungen wurden intensiviert, der Rodener Faasendumzug aufgewertet und eine Kindergarde gegründet. Dies war der Anfang einer auf Jahre gesehen erfolgreichen Jugendarbeit. Ein Generationswechsel vollzog sich dann 1976. Seither bekleide ich das Amt des Präsidenten.

Wie viele Mitglieder zählt die Karnevalsgesellschaft heute?

Strauß: Karo hat heute rund 320 Mitglieder, davon etwa 120 Jugendliche.

Was gehört zum Aushängeschild von Karo?

Strauß: Wir haben kein besonderes Aushängeschild. Es ist die funktionierende Gemeinschaft, der Spaß und der Elan der unterschiedlichen Kräfte, die notwendig sind, damit eine Karnevalsgesellschaft in einem immer schwieriger werdenden Umfeld der heutigen Unterhaltungsindustrie bestehen kann.

Jung und Alt gehören zusammen. Die Jugend, damit Traditionen weiterleben, und "Alte", damit die Erinnerung nicht verloren geht.

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