Das erste Ausrufezeichen des Abends setzte die Minigarde. Als entzückende Entenküken verkleidet, animierten die Kinder mit ihrem tapsigen Ententanz die "alte" Narrenschar gleich zu Beginn der Sitzung zum Mittanzen.
Für den ersten Höhepunkt in der Bütt sorgten Melanie Kaas und Nadja Schorr. Im Zwiegespräch zwischen Mutter und Tochter stellte sich schnell heraus, wer zu Hause die Hosen anhat. "Ich wäre besser Jungfrau geblieben, dann bräuchte ich mich jetzt nicht mit drei Weibern und ihrem Vater zu Hause rumzuschlagen", so der fromme Wunsch der gebeutelten Mutter. Dass eigentlich die Hormone an allem schuld sind, versuchte Annika Zeyer mit ihrer süffisanten Büttenrede den verzweifelten Eltern klar zu machen, die zu Hause ein pubertierendes Kind haben.
Der Saal stand Kopf, als die Gesangsgruppe des KKV eine Modenschau der besonderen Art zeigte. Dieter Leder als "muskelbepackter" Bauarbeiter und seine Sangesfreunde überraschten die Narren mit einer gekonnten Parodie der Village People und ihrem Hit "YMCA". Zwischen den spöttischen, frivolen und frechen Büttenreden der Akteure, die allesamt aus den eigenen Reihen des KKV kamen, zeigten die Garden, was sie das ganze Jahr über geprobt hatten. Ein Knaller unter den Tanzdarbietungen war der Auftritt des Tanzpaars Sabine Bechtel und David Penth. Sie sind amtierende Saarlandmeister im Paartanz. Auch der Solotanz von Anna-Lena Trapp riss die begeistern Fans des Gardetanzes von den Stühlen.
Auch Cindy aus Marzahn, gemimt von Georg Faber, ließ es sich nicht nehmen, einen Gastauftritt in der Landsweiler Zirkusmanege zu geben. Als erstes nahm sie die versammelte Politprominenz aus der Gemeinde auf die närrische Schippe. "Ortsvorsteher? Watt issen det? Für mich hört sich det an wie - die Prostata der Gemeinde" oder, wenn der "Maroldt, der dünne Hering, aufs Klo jeet, muss er jemanden mitnehmen - sonst jeet der Bewegungsmelder nich an". Danach sorgte die "Two and one Man Show" von Thomas Leder und Jörg Baus mit einer tollen, akrobatischen und fantastischen Verwandlungsshow für einen der vielen Höhepunkte in der Zirkusarena.
Als Import von der "Stennweiler Höh" ließ "de Mieger Emil" die harte Knute des Gesetztes durch den großen Saal fegen, und drohte den Narren als "Polizeipolizist" mit wirklich harten Konsequenzen, wenn sie nicht nach Recht und Ordnung leben.
Zum Schluss der turbulent knalligen Sitzung nahm die Gesangsgruppe des KKV die Narrenschar mit auf eine Märchenreise zu Aschenputtel und Co. Im krassen Unterschied zum Ausflug in die Märchenwelt stand der Auftritt des Männerballetts. Völlig losgelöst von der Erde schwebten die Herren der Schöpfung als "Aliens" mit ihrem (T)raumschiff über die Bühne. Im Finale weit nach Mitternacht wurde allen Gästen und Akteuren klar: "Die Blau-Weiße Fassenacht ist einfach wunderbar."
Auf einen Blick
Im Zirkuszelt traten Nadja Schorr und Melanie Kaas, Annika Zeyer, Nico und Manuela Baus auf. Georg Faber begeisterte als Cindy aus Marzahn. Daniela Schorr und Frederike Lidner mimten zwei Frauen im Park. Emil Mieger verhaftet die Zuschauer als Polizist. Die Garden und das Männerballett wurden trainiert von: Manuela Baus (Minis) Christine Bechtel und Sandy Stachel (Jugend) Melanie Kaas und David Penth (Junioren) Melanie Kaas (Männerballett) Melanie Kaas und Sabine Bechtel (Aktive). ard




































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