Weber: Die Mitgliederentwicklung ist rasant. So hat alleine die Ankündigung der Kreisverbandsgründung die Mitgliederzahl von neunzehn Mitte Dezember auf dato knapp dreißig ansteigen lassen. Zahlreiche Gespräche mit Interessenten lassen darauf schließen, dass in den nächsten Wochen weitere Mitglieder hinzukommen.
Welchen gesellschaftlichen Hintergrund haben die Leute, die bereit sind, in der Piratenpartei
mitzuarbeiten?
Weber: Sie kommen aus allen Schichten der Gesellschaft, vom Student bis zum Unternehmer, und mittlerweile auch aus allen Altersgruppen.
Uns ist aufgefallen, dass im Kreisvorstand keine Frau vertreten ist.
Weber: Bei der Gründungsversammlung waren vier weibliche Piraten anwesend, zwei haben als Beisitzer kandidiert. Es gibt bei den Piraten keinerlei Frauenquote und engagierte Frauen sind uns genauso lieb wie Männer. Das man bei den Piraten diesbezüglich kein Akzeptanzproblem hat, zeigt auch die Tatsache, dass die derzeitige Vorsitzende des Landesverbandes eine Frau ist.
Was macht die Piratenpartei anders als die etablierten Parteien?
Weber: Ein wichtiger Unterscheidungspunkt ist sicherlich die Basisdemokratie. Bei den Piraten bestimmt die Mannschaft den Kurs. Die Vorstände moderieren, repräsentieren und organisieren eigentlich nur. Mehr Bürgerbeteiligung ist auch eines unserer wichtigen Ziele.
Welche kommunalpolitischen Schwerpunkte will die Piratenpartei im Kreis Neunkirchen setzen?
Weber: Unser Einsteigen in die Kommunalpolitik im Landkreis wird sich, bedingt durch die aktuelle politische Situation, auf die Zeit nach der Landtagswahl verschieben. Wir werden dann mit Hilfe unserer Parteibasis die Schwerpunkte festlegen.
Welche mittel- bis langfristigen Ziele verfolgt die Piratenpartei auf kommunaler Ebene?
Weber: Auf kommunaler Ebene werden wir 2012 und 2013 daran arbeiten, als Partei bekannt zu werden. Unser Ziel für 2014 ist der Einzug in den Kreistag und in Gemeinde- beziehungsweise Stadträte. Wir wollen uns an der Politik in den Kommunalparlamenten aktiv beteiligen, und möchten uns auch dort für mehr Bürgerbeteiligung bei kommunalpolitischen Entscheidungen einsetzen.
Rechnen Sie damit, dass sich die Piratenpartei auf kommunalpolitischer Ebene langfristig behaupten kann?
Weber: Davon bin ich auf alle Fälle überzeugt.
Erwarten Sie, dass die Piraten am 25. März in den saarländischen Landtag einziehen?
Weber: Auch davon bin ich überzeugt, und - um die nächste Frage vorwegzunehmen - mit mindestens sieben bis acht Prozent der Wählerstimmen.
Wird ein Piraten-Vertreter aus dem Kreis Neunkirchen kandidieren?
Weber: Ganz sicher mehr als einer. Näheres dazu gibt nach dem 5. Februar, dann wird bei einer Mitgliederversammlung die Kandidatenliste aufgestellt.
Welche Art von Wahlkampf haben Sie vorgesehen?
Weber: Unser Wahlkampf wird in erster Linie ein klassischer Straßenwahlkampf werden, da unserem recht kleinen Landesverband einfach die finanziellen Mittel fehlen. Aber ich bin sicher, dass man uns wahrnehmen wird, zumal wir auch enorme Unterstützung von den anderen Landesverbänden haben.




































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