Beworben haben sich, so erläuterte Kulturdezernent Erik Schrader, „Frauen und Männer, Hochschulabgänger mit ersten Berufserfahrungen, erfahrene Leute, Leute aus dem Saarland wie auch aus dem gesamten Bundesgebiet.“ Wobei die Kandidaten, die nicht aus dem Saarland kommen, in der Überzahl seien. Am 31. Januar lief die Bewerbungsfrist ab, bis Anfang März, so die Planung, will die Stadt entschieden haben, wer die Leitung der Stadtgalerie erhält. Ganze fünf Monate bleiben dem oder der Neuen dann, um die erste Ausstellung vorzubereiten, mit der die Stadtgalerie am 1. September wieder röffnen soll. Sofern der oder die Neue die Stelle denn sofort antreten kann.
Ein enger Zeitplan – ist er überhaupt einzuhalten? „Ich bin sehr zuversichtlich, dass das klappen wird“, sagt Erik Schrader. Selbst wenn der Kandidat noch eine Übergangszeit benötige, um am alten Standort Projekte zu beenden, so ließen sich Ausstellungsprojekte konzeptionell ja auch aus der Ferne vorbereiten. Wer eine Ausstellung kuratiere, müsse nicht unbedingt vor Ort sein und Tag und Nacht Hand anlegen.
Eine Option wäre, sagt Schrader, dass man jemandem, der neu ins Saarland komme, die Möglichkeit einräume, eine fertige Ausstellung mitzubringen, „um sie als Visitenkarte abzugeben und sich damit vorzustellen.“ Das könnte durchaus reizvoll und nicht etwa nur eine Notlösung sein, findet der Kulturdezernent. Dass bis September eine Ausstellung mit speziell gefertigten Arbeiten für die Stadtgalerie entstehe, so Schrader, „das wäre auch ein bisschen viel verlangt.“
Gleichzeitig geht er aber davon aus, dass der Bewerber/ die Bewerberin sehr daran interessiert ist, dass die erste Ausstellung schon ein Erfolg wird und sich dementsprechend mit großem Engagement einbringen wird. Eine Gefahr, dass der Eröffnungstermin 1. September nicht eingehalten werden kann, schließt Schrader aus. „Wir nehmen ja auch kein Greenhorn, sondern jemand, der schon Ausstellungserfahrung vorweisen kann und im Ausstellungsbetrieb drinsteckt.“ sbu

































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