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Holz

Volleyball: TV Holz plant die kommende Saison in der Regionalliga

Vor 15 Jahren war der TV Holz die Nummer eins im saarländischen Frauen-Volleyball und spielte in der 2. Bundesliga. Im April 2002, unmittelbar nach seinem 50. Geburtstag, hörte Trainer Bernd Zewe auf, und die glorreichen Zeiten gingen zu Ende. Zuerst folgte der Zweitliga-Abstieg und im April 2004 der Regionalliga-Abstieg. (Veröffentlicht am 19.04.2012)

Volleyball

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Holz. Acht Jahre später ist der TV Holz wieder da. Mit neuem Namen (ProWin Volleys TV Holz), aber mit altem Trainer. In der kommenden Saison spielt er wieder in der Regionalliga. Ziel ist die neu gegründete 3. Bundesliga. SZ-Mitarbeiter Fredy Dittgen hat sich mit Bernd Zewe unterhalten.

Herr Zewe, mit 50 haben Sie sich aus dem Trainerjob zurückgezogen. Mit 60 sind Sie wieder in der Regionalliga. Ihre Lebensplanung hat vor zehn Jahren doch ganz anders ausgesehen?

Bernd Zewe: Das stimmt. Aber dann fing meine Tochter Lena mit dem Volleyball an. Und meine Frau Petra sagte zu mir: Du hast 20 Jahre lang Kinder fremder Leute trainiert, jetzt könntest du mal dein eigenes trainieren. So bin ich wieder Trainer des TV Holz geworden.

Vor Weihnachten war der TV Holz in der Oberliga Fünfter. Haben Sie da noch an den Aufstieg geglaubt?

Zewe: Eigentlich nicht mehr. Aber dann habe ich gesagt: Statt dicke Backen zu machen, müssen wir jetzt was tun. Ich habe kurzfristig ein Trainingslager in Braunshausen eingestreut. Das gab einen Ruck, danach war Spannung da, und die Mannschaft kämpfte sich zurück.

Bleiben alle Spielerinnen?

Zewe: Ja. Allerdings gibt es bei der ein oder anderen Einschränkungen durch Beruf oder Studium. Wir müssen in der Regionalliga drei Mal pro Woche trainieren. Das wird für einige schwer. Deshalb brauchen wir Verstärkungen.

Wo müssen Sie sich verstärken?

Zewe: Vor allem im Block. Da brauche ich ein paar Spielerinnen über 1,80 Meter. Die findet man im Saarland aber nicht. Außerdem möchte ich auf jeder Position doppelt besetzt sein.

Gibt es schon Namen?

Zewe: Zugesagt hat Christina Dräger vom TV Lebach. Mehr Namen gibt es noch nicht. Aber ich bin dran. Ich habe schon mit zwei, drei Spielerinnen aus Baden und Bayern gesprochen. Das Problem ist: Diese Spielerinnen fahren nicht mal schnell ins Saarland rüber, um für ein Handgeld zu spielen. Denen muss man Wohnung und Job besorgen. Aber das alles werde ich mit unserem Sponsor Ingolf Winter besprechen.

Christina Dräger ist Zuspielerin, Ihre Tochter Lena auch. Können beide denn gemeinsam spielen?

Zewe: Ja, das ist auch geplant. Denn dadurch habe ich mehr taktische Möglichkeiten.

In der 2. Bundesliga hatte der TV Holz einen Manager, einen Cheftrainer, einen Konditionstrainer und einen Krafttrainer. Jetzt hat Holz den Trainer Zewe und die Co-Trainerin Doris Wandel. Reicht das für die Regionalliga?

Zewe: Zunächst einmal bin ich froh, dass Doris mir hilft und nächste Saison weitermacht. Denn ich muss mich nicht nur ums Training, sondern auch um Sponsoren und neue Spielerinnen kümmern und alles organisieren. Das ist ein Full-Time-Job. Aber es sieht so aus, als würde ich Unterstützung bekommen. Christian Hager vom LC Rehlingen hat mir versprochen, bei uns als Konditions- und Krafttrainer einzusteigen.

Was passiert in den nächsten Wochen und Monaten?

Zewe: Die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt im Mai. Aber wir müssen auch den Etat planen. Auch dafür brauche ich Ingolf Winter. Zum Beispiel will ich die weiten Strecken in der Regionalliga nicht mehr mit Privatautos, sondern mit einem Mannschaftsbus fahren. Außerdem werde ich - wie jedes Jahr - unmittelbar vor der Saison noch ein Trainingslager in Braunshausen ansetzen. Bis dahin steht unser Spielsystem, in Braunshausen bekommt es den letzten Schliff.

Wann geht's ins Trainingslager nach Mallorca, das der Sponsor für den Fall des Aufstiegs versprochen hat?

Zewe: Das steht auch noch nicht fest. Das muss auch noch geplant werden.

Ihr müsst in der nächsten Saison in Heusweiler in der Realschulturnhalle spielen. Wieso?

Zewe: Unsere Halle in Holz ist zu niedrig.

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