0:0 hat der FCS am Samstag gegen Heidenheim gespielt. Unterdessen stellte sich heraus, dass Lucas Hektor nicht an die Saar wechselt. Dafür kommt wohl Torhüter Michael Müller. Ob Ziemer bleibt, ist unklar.
(Veröffentlicht am 23.04.2012)
Saarbrücken. Saarbrücken. Das 0:0 zwischen Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken und dem 1. FC Heidenheim am Samstag war für die Fans im Ludwigspark fast nur Nebensache. Für Diskussionsstoff sorgte eher eine Meldung in der Samstagsausgabe der
Saarbrücker Zeitung: Jonas Hector wechselt vom 1. FC Köln II nach Saarbrücken. Der Ex-Spieler des SV Auersmacher "hat zwei Jahre beim FC unterschrieben", erklärte eine sichere Quelle aus dem Umfeld des Spielers unserem Mitarbeiter am Freitag in den Block. Da im Block und Kopf des Mitarbeiters nur der FCS regiert, war für ihn klar: Hector hat zwei Jahre beim FCS unterschrieben. Gedacht, geschrieben. Zumal sicher war, dass der 23-jährige Mittelfeldspieler unter der Woche nach Infos beim FCS zu Gast war. Diese Verhandlungen scheiterten aber offensichtlich, denn den "FC", den die Quelle meinte, war der 1. FC Köln - und nicht der 1. FC Saarbrücken. Als sich das Missverständnis auflöste, liefen bereits die Druckwalzen unaufhaltbar - und so kam es, dass am Samstag im Ludwigspark viel Hektik um die falsche Hector-Meldung herrschte. Dies bitten wir zu entschuldigen.
Nicht zu entschuldigen braucht sich der FCS für das 0:0 gegen Heidenheim. Spielerisch war die "Nullnummer" trotz Aprilwetter eine richtig gute Drittligapartie. "Beide Mannschaften haben die Entscheidung gesucht", sagte FCS-Trainer Jürgen Luginger und sein Kollege Frank Schmidt ergänzte: "Es war ein Spiel, in dem alles drin war." Auch ein Sieg für den FCS. Den vergaben in der 90. Minute Tim Kruse, Ufuk Özbek und Marcel Ziemer als sie alleine Richtung Frank Lehmann im FCH-Tor unterwegs waren. "Was soll ich dazu noch sagen?", sagte Ziemer fassungslos, "Ufuk war mir einen Schritt zu schnell, ich dachte, er sei im Abseits und habe mich dann zu spät entschlossen abzuschließen." So klärte Lehmann, der knapp eine halbe Stunde zuvor chancenlos gewesen wäre. Johannes Wurtz hatte zu Manuel Stiefler gepasst. Dessen Schuss aus 16 Metern donnerte gegen die Unterkannte der Latte und von dort zurück ins Spiel (61.). Stieflers fünftes Saisontor wäre die Krönung einer ausgezeichneten Leistung auf der ungewohnten Position im defensiven Mittelfeld gewesen. "Ich bin der Mann, der alles kann", scherzte der Franke, "es war, so glaube ich, die fünfte Position, die ich in dieser Saison gespielt habe. Es macht Spaß, im Zentrum zu spielen."