Franzosen zieht’s zum Glücksspiel
ins grenznahe Lauterbach.
Mit einem neuen Bebauungsplan
will jetzt die Stadt Völklingen
die Ansiedlung einschlägiger
Betriebe im Ortskern verhindern.
(Veröffentlicht am 20.06.2011)
Völklingen/Lauterbach. Im Ortskern von Lauterbach (2600 Einwohner) sollen künftig Spiel- und Automatenhallen, Wettbüros, Nachtlokale, Diskotheken, Swinger-Clubs, Sex-Shops, Bordelle, Stundenhotels und Wohnungsprostutution verboten sein. Dies beschloss der Völklinger Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig. Diese Festsetzungen werden in einem neuen Bebauungsplan „Lauterbach-Mitte“ festgehalten, der nun in die Phase der öffentlichen Auslegung geht. Sinn des Vorhabens ist laut Verwaltung, zu verhindern, dass solche Einrichtungen mit negativen Begleiterscheinen die Angebotsvielfalt und die Lebensqualität im Ortskern „herunterziehen“.
Ähnliche Bebauungspläne sollen nun auch für andere Stadtteile folgen. Lauterbach ist hier wegen seiner Grenznähe als erster ausgewählt worden. Sie bedeutet nämlich ein besonders Risiko. Im Nachbarland ist Glücksspiel verboten- ,und Franzosen drängen sich hier nach Beobachtung von Ortsvorsteher Dieter Peters (SPD) bereits am frühen Morgen an im Dorf vorhandenen Automaten. CDU-Ratsmitglieder aus Lauterbach wie Berthold Wirbel und Michael Grill bestanden in der Ratssitzung darauf, den Geltungsbereich des Bebauungsplans weiter zu ziehen. „Unser Ort besteht eigentlich nur aus der Hauptstraße, und die ist drei Kilometer und nicht nur 500 Meter lang“, mahnte Grill mit Blick auf mögliche Ansiedlungsobjekte. Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU) warnte aber davor, dass dann der Plan womöglich die erforderliche Zweckbestimmung verlassen.