Festlicher Tanz, unterhaltsame Bands, fesche Roben: der Winterball der Saar-Uni. Doch in diesem Jahr kommt die traditionelle Veranstaltung auch Studierenden in Not zugute – dank eines Überschusses.
(Veröffentlicht am 31.01.2011)
Saarbrücken. 48 Jahre lang wurde beim Winterball der Universität des Saarlandes über seine Kosten tunlichst nicht geredet. Bei der 49. Auflage am Samstagabend in der Saarbrücker Congresshalle war dies aus erfreulichem Anlass anders. Ein stolzer Uni-Präsident Volker Linneweber konnte nämlich bei seiner Eröffnungsrede in Aussicht stellen, dieses Mal mit schwarzen Zahlen abzuschließen. Der Überschuss soll an Studierende in Not fließen. Möglich wurde der Dreh ins Plus durch etliche neue Gönner aus der Saarwirtschaft, aber auch durch Einsparungen, vor allem im Rahmenprogramm. Anstatt wie in vielen Vorjahren kostspielige Artisten und Solisten zu engagieren, wird Unterhaltung zunehmend von Talenten bestritten. So etwa vom „Bluemoon Ensemble“ und dem „Saarlonorchester“ der Hochschule für Musik Saar oder von der Tanzschule Bootz-Ohlmann, deren „Saar-Dance Company“ den Winterball mit einem 25-minütigen Auftritt eröffnete.
Innenminister Stephan Toscani hatte, quasi als Großsponsor, die Big Band des Polizeimusikkorps zur Unterhaltung des Saales West geschickt. Und da Wolfgang Bogler, der Kanzler der Musikhochschule, als künstlerischer Leiter und als Moderator des Abends immer noch nicht ausgelastet war, bestritt er mit dem Polizeiorchester noch einen Block als Sänger. Selten war im Saal West die Stimmung so gut und die Tanzfläche so voll. Auch die Barney Jackson Band im großen Saal und „Shebeen“ im Foyer verstanden es bis weit nach Mitternacht vorzüglich, ein tanzbegeistertes Publikum zu unterhalten. Die gesanglichen Leistungen von Pamela O’Neal (Shebeen) sowie Sabine Heil und Georgios Bitzios verdienen ein Sonderlob.