Die Saar-Linke bestätigt 15 bis 20 Parteiaustritte. Die Ausgetretenen hätten ihren Schritt großenteils mit der von Gesine Lötzsch angestoßenen Kommunismus-Debatte begründet, so Geschäftsführer Lutze.
(Veröffentlicht am 20.01.2011)
Saarbrücken. Die Saar-Linke hat nach Angaben ihres Geschäftsführers Thomas Lutze seit Jahresanfang rund 15 bis 20 Parteiaustritte hinnehmen müssen. Die Ausgetretenen hätten ihren Schritt großenteils mit der von Bundesparteichefin Gesine Lötzsch angestoßenen Kommunismus-Debatte begründet, sagte Lutze der SZ. Ferner gebe es Mitglieder, die Angst davor hätten, dass sie wegen der Gründung einer Kommunistischen Plattform (KPF) im Landesverband künftig vom Verfassungsschutz beobachtet werden könnten. Lutze nannte dies "fast schon absurd", da der KPF "gerade mal fünf Leute" angehörten. Ferner gebe es Mitglieder, die sich daran störten, dass Bundesparteichef Klaus Ernst einen Porsche fahre. Kürzlich hatten zwei St. Wendeler Kreistagsabgeordnete der Linken ihren Parteiaustritt erklärt und dies unter anderem mit der Kommunismus-Debatte begründet.
nof