Bei der Kommunalwahl 2009 errang Die Linke sechs Mandate im Friedrichsthaler Stadtrat. Inzwischen ist die Fraktion halbiert. Claudius Burgard, Sarah Leiendecker und Tanja Sebastian gehören ihr nicht mehr an.
(Veröffentlicht am 31.01.2011)
Friedrichsthal. Die ehemals sechsköpfige Fraktion der Linken im Friedrichsthaler Stadtrat ist auf drei Mitglieder zusammengeschrumpft. Nur noch Manfred Klein, Klaus Gottfreund und Peter Lehnhoff sitzen für die Partei im Stadtrat. Bei der Kommunalwahl 2009 kam die Linke auf 17,5 Prozent, schaffte den Einzug in den Stadtrat mit sechs Mandaten. Claudius Burgard wurde schon bei der konstituierenden Sitzung aus parteiinternen Gründen aus der Fraktion ausgeschlossen. Sein Mandat hat er behalten, war allerdings danach in keiner Stadtratssitzung mehr. Im Februar vergangenen Jahres verließ Sarah Leiendecker die Fraktion, trat später auch aus der Partei aus. Ihr Mandat im Stadtrat behielt sie. Anfang dieses Jahres hat nun auch Tanja Sebastian die Fraktion verlassen und ebenfalls ihr Mandat behalten. Auf Nachfrage der
Saarbrücker Zeitung erklärt Sarah Leiendecker zu den Gründen ihrer Austritte: "Ausschlaggebend waren Äußerungen eines Fraktionsmitgliedes der Linken." Er habe die Bürger aufgefordert, sich gegen die Verfassung zu stellen. Er habe Bürger quasi zum Ungehorsam gegen den Staat aufgerufen. Mittlerweile hat Sarah Leiendecker als fraktionsloses Ratsmitglied bereits an einer Ausschuss-Sitzung für ein CDU-Mitglied teilgenommen, was auch von der Friedrichsthaler CDU bestätigt wird. Tanja Sebastian war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Laut Linke-Fraktionschef Manfred Klein hat Sebastian mittlerweile an einer Sitzung der SPD-Fraktion teilgenommen.