Am Jahresende 2008 lebten im Saarland laut dem Ausländerzentralregister 77 340 Personen, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit hatten. Ihre Zahl ist gegenüber 2007 um etwas mehr als 300 Personen oder um 0,4 Prozent gesunken, berichtet das Statistische Amt.
(Veröffentlicht am 23.03.2009)
. Die wichtigsten Herkunftsländer der hier lebenden ausländischen Bürgerinnen und Bürger sind mit einem Anteil von knapp 24 Prozent Italien, die Türkei mit knapp 17 Prozent, Frankreich mit 8 Prozent und Polen mit 4 Prozent. Mehr als 62 000 oder 80 Prozent aller ausländischen Personen besaßen einen europäischen Pass. Fast jeder Zweite der ausländischen Bevölkerung kam im Jahr 2008 aus einem der 27 Mitgliedsstaaten der EU, knapp weitere 18 Prozent aus einem der EU-Kandidatenländer Kroatien, Mazedonien und Türkei und nochmals 14 Prozent aus anderen europäischen Staaten. 12 Prozent stammen aus Asien, 4 Prozent aus Afrika, 3 Prozent aus Amerika und knapp 1 Prozent hatten keine oder eine ungeklärte Staatsangehörigkeit.
Ein großer Teil der im Saarland lebenden Ausländerinnen und Ausländer wohnte im Jahr 2008 schon viele Jahre in Deutschland oder ist hier geboren. 72 Prozent der ausländischen Bevölkerung im Saarland lebten schon acht Jahre und länger in Deutschland und hatten somit die erforderliche Aufenthaltsdauer für eine Einbürgerung erfüllt. Mehr als jede/r Dritte oder 37 Prozent hielt sich bereits über 20 Jahre in Deutschland auf. 21 Prozent der im Saarland lebenden ausländischen Bevölkerung wurden in Deutschland geboren. Die Ausländerinnen und Ausländer des Saarlandes lebten im Durchschnitt bereits 17,9 Jahre in Deutschland.
Im Ausländerzentralregister (AZR) sind nur die Ausländerinnen und Ausländer erfasst, die sich „nicht nur vorübergehend“ in Deutschland aufhalten. Es weist daher in der Regel niedrigere Zahlen aus als Datenquellen ohne diese Einschränkung, wie zum Beispiel die Bevölkerungsfortschreibung.