Mit Stahl hatte Blessing vorher kaum etwas am Hut. Die Kindheit auf dem Nebenerwerbs- Bauernhof seiner Eltern „war bodenständig geprägt“ und früh mit Arbeit ausgefüllt. „Wenn die Kumpels ins Schwimmbad fuhren, musste ich bei der Heuernte helfen.“ Nach Realschule und Abitur am Erich-Kästner-Gymnasium in Eislingen (1976) wollte Blessing zunächst Physik studieren. Doch es zog ihn „nach Klein- Harvard am Bodensee“, nämlich an die Universität Konstanz. Dort war eher die Ökonomie angesagt. So schrieb er sich in der entsprechenden Fakultät ein und konnte sich mit 23 Jahren schon Diplom-Volkswirt nennen. Er hängte er ein verwaltungswissenschaftliches Aufbaustudium an und promovierte über „Die Zukunft des Sozialstaats“. Mit 26 Jahren hatte er seinen Doktortitel in der Tasche, heuerte 1984 bei der Vorstandsverwaltung der IG Metall in Frankfurt an und war dort ab Oktober 1986 Leiter der Abteilung Organisation. „Damit war ich sozusagen der persönliche Assistent des damaligen IG Metall-Chefs Franz Steinkühler“, erinnert sich Blessing. Dieser charismatischjungenhafte Gewerkschaftsführer, der 1993 wegen des Verdachts eines Aktien-Insidergeschäfts zurücktrat, lud bei Blessing alle Probleme ab, die die Gewerkschaften damals mit ihrem eigenen Firmenimperium hatten. Große Konzerne wie die Wohnungs-Gesellschaft Neue Heimat oder die Bank für Gemeinwirtschaft (BfG) waren in schweres Fahrwasser geraten, mussten saniert und verkauft werden. „Diese Konzerne sind an zu wenig Kontrolle gescheitert“, weiß Blessing heute.
Die Verquickung von gesellschaftspolitischen Ambitionen und unternehmerischem Handeln passe nicht zusammen. „Man muss Unternehmen nach dem Markt ausrichten oder man sollte es bleiben lassen.“ 1991 wechselte das SPD-Mitglied Blessing in eine andere Machtzentrale, indem er Geschäftsführer der Sozialdemokraten wurde. „Heute würde man Generalsekretär dazu sagen.“ In dieser Funktion diente er bis 1993 drei SPD-Vorsitzenden: Björn Engholm, Johannes Rau und Rudolf Scharping. Die Parteikarriere ist für Blessing Geschichte. „Heute bin ich nur noch einfaches Mitglied“, Zuvor war er noch zehn Jahre Schatzmeister der Saar-SPD. Als Stahlmanager gehört er spätestens seit gestern zur Branchen-Elite. Unumstritten ist es nicht, dass ein ehemals ranghoher Gewerkschafts- und Parteifunktionär jetzt an der Spitze von zwei Stahlkonzernen steht. Den Vorwurf, dass er das Lager gewechselt habe, musste er sich schon oft anhören. „Ich habe mich stets an Ergebnissen orientiert“, wehrt Blessing ab. „Wer ein Unternehmen führt, muss immer die betriebswirtschaftlich bessere und die sozial gerechtere Lösung in Einklang bringen.“ Und: „Ich habe nie etwas von Arbeitsdirektoren gehalten, die mit dem Betriebsrat wetteifern, wer der größere Sozialonkel ist.“ Wegbegleiter schätzen seinen analytisch scharfen Verstand und die Fähigkeit, die Dinge, die er anpackt, strategisch zu Ende zu denken. „Er ist jetzt da angekommen, wo er immer hinwollte“, sagt einer, der Blessing lange kennt. Das gilt auch privat. Seit zwei Jahren ist er mit seiner langjährigen Lebensgefährtin verheiratet.



































Die Saarbrücker Zeitung ist die führende Tageszeitung im Saarland mit elf Lokal- ausgaben. Die SZ ist heute ein modernes Multimediahaus mit Tageszeitung, iPad-Ausgabe und erfolgreichen Web-Auftritten.
Der Pfälzische Merkur, gegründet 1713, erscheint in der Westpfalz und im Saar- pfalz-Kreis. Er ist eine der ältesten Tageszeitungen Deutschlands. Herausgeber: Zweibrücker Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH.
Die Tageszeitung Trierischer Volks- freund erscheint in Trier, Eifel, Hunsrück und an der Mosel. Ergänzt wird das Printangebot durch Apps, das Online-Angebot, Dienstleistungen in Logistik, Kommunikation und Werbung.
Die Lausitzer Rundschau ist das führende Medienhaus der Lausitz, dessen Medien der Marktplatz sind für Meinungen und Informationen in der Region. Herausgeber: LR Medienverlag und Druckerei GmbH.
bigFM Saarland ist der innovative Sender in der Region für eine junge Hörerschaft. Verrückte Aktionen, regionales Programm und Interaktivität mit den Hörern lassen bigFM im Saarland von Jahr zu Jahr erfolgreicher werden.
euroscript, führender Lösungsanbieter im Bereich Content-Lifecycle-Management, bietet Kunden weltweit umfassende Lösungen zur Konzeption, Entwicklung und Unterstützung von Content-Management-Prozessen.
TeleMedia, der Telefonbuchverlag der Saarbrücker Zeitung, gibt seit mitt- lerweile 15 Jahren in den Verbreitungs- gebieten Saarland, Westpfalz, Mosel-Eifel-Hunsrück und Brandenburg über 50 Telefonbücher heraus.
Als größter regionaler Briefdienstleister beliefert saarriva mehr als 700.000 Haushalte in der Region Saar-Mosel. Die Kooperation mit Partnern ermöglicht den nationalen und internationalen Brief- und Paketversand.
Neben der Logistik der SZ erstreckt sich die Tätigkeit der RPV Logistik auf die Dienstleistungen eines modernen Druckzentrums, Versand- und Objekt- steuerung für SZ-eigene und fremde Verlagsobjekte.
Die circ IT ist ein auf IT-Dienstleistungen für Medien spezialisiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf und bedient die Bereiche Media, Online, ERP, Infrastruktur, Desktop Services sowie Professional Services.
Die Berliner Medien Service GmbH (BMS) ist eine Tochterfirma der Saarbrücker Zeitung und besteht aus dem Berliner Büro und dem News-Pool. Das Berliner Büro versorgt zahlreiche Regionalzeitungen in Deutschland und Luxemburg mit hochwertiger Parlamentsberichterstattung aus Berlin. Der News-Pool bietet den angeschlossenen Zeitungen Texte, Fotos und Info-Grafiken zu den Themen Auto, Reisen, Computer, Hochschule, Jugend, Haus und Garten, Medizin oder Fitness.
Die Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH, kurz SWV genannt, ist mit 15 Wochenspiegel-Titeln im Saarland vertreten.Der SVW gehört mehrheitlich zur SZ-Gruppe. Woche für Woche erhalten alle saarländischen Haushalte fei Haus wichtige Informationen aus ihrem regionalen Wochenspiegel.