Sie sind hier: HomeAufmacher
Saarbrücken

Werner Franz überlebte den Zeppelin-Absturz 1937

Saarbrücken


Von SZ-Redakteurin Stefanie Marsch, 06.02.2011 10:13
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Der Absturz des Zeppelins »Hindenburg« 1937 ist eine der größten Tragödien der Luftfahrt. Am Sonntag startet ein zweiteiliger Film darüber im Fernsehen. Der 88-jährige Werner Franz, der 15 Jahre im Saarland lebte, ist der letzte Überlebende der Katastrophe. Foto: dpa (Symbolbild)
Der Absturz des Zeppelins „Hindenburg“ 1937 ist eine der größten Tragödien der Luftfahrt. Am Sonntag startet ein zweiteiliger Film darüber im Fernsehen. Der 88-jährige Werner Franz, der 15 Jahre im Saarland lebte, ist der letzte Überlebende der Katastrophe.

Saarbrücken. Fast 74 Jahre sind seit jener Nacht vergangen, in der sich für Werner Franz innerhalb von 30 Sekunden ein Traum in einen Albtraum verwandelte. Doch noch immer stockt seine Stimme, muss er tief Luft holen, wenn er über die Erlebnisse von damals spricht. Über das Inferno, in dem das Luftschiff „Hindenburg“ abstürzte – und über die glücklichen Umstände, die ihn retteten, während 36 andere Menschen ihr Leben ließen. Der 88-Jährige ist inzwischen der letzte Überlebende der Katastrophe vom 6. Mai 1937, als die „Hindenburg“ bei der Landung nahe New York explodierte.

Als Werner Franz, der in Frankfurt geboren und aufgewachsen ist, im Sommer 1936 seinen Dienst als Kabinenjunge auf der „Hindenburg“ antrat, war er 14 Jahre alt und „verrückt nach Zeppelinen“. „Als kleiner Junge habe ich schon Bildchen von Zeppelinen aus Zigarettenpackungen gesammelt. Und wann immer ein Zeppelin in Frankfurt angekündigt war, bin ich auf ein offenes Feld gelaufen und habe gewartet, bis er kommt“, erinnert sich Franz. Die Anstellung auf der „Hindenburg“ – nachdem er monatelang vergeblich eine Lehrstelle als Feinmechaniker gesucht hatte – kam da wie eine glückliche Fügung. „Allein der Gedanke, dass ich auf einem Zeppelin mitfahren und fremde Länder sehen könnte, war schon überwältigend.“

Werner Franz’ erste große Fahrt mit der „Hindenburg“ ging im Oktober 1936 nach Rio de Janeiro in Brasilien. „Bis dahin war ich noch nie aus Deutschland rausgekommen. Und dann gleich nach Südamerika“, erzählt Franz.

| 1
|
2
|
3
|
4 |
Das könnte Sie auch interessieren
Französische Flagge
Saarbrücken

Lothringer sollen Deutsch lernen - Warum das Département Moselle eine „Deutschland-Strategie“ entwickelt hat

Ein starkes Signal sei die Frankreich-Strategie des Saarlandes, sagt Patrick Weiten, Generalratspräsident des Départements Moselle. Er zieht nun mit einer Deutschland-Strategie nach – aus pragmatischen Gründen.Mehr
Saarbrücken

Unternehmensmesse beim Euro-Space-Day in Saarbrücken zeigt unbekanntes Potenzial auf

Dass viele Saar-Firmen nicht nur im, sondern auch oberhalb des Saarlandes aktiv sind, zeigten sie gestern beim Euro-Space-Day in Saarbrücken. Bei der Messe ging es auch deutlich um die Nachwuchs-Suche.Mehr
Saarbrücken

Botschaft des deutschen Astronauten Alexander Gerst – Außeneinsatz an der ISS verhindert Live-Schaltung beim „Euro Space Day“

„Ich werde winken, wenn ich über Europa fliege“, verspricht Alexander Gerst den Saarländern. Nicht live, sondern aufgezeichnet. Seinen Part bei der Fragestunde auf der Erde übernimmt ein anderer Hochkaräter der Raumfahrt.Mehr

Kommentare

ACHTEN SIE BEIM KOMMENTIEREN AUF DIE NETIQUETTE UND UNSERE KOMMENTAR-RICHTLINIEN.
Bei Fragen zu unserer Kommentarfunktion beachten Sie unsere FAQ.

Disqus ist ein Serviceangebot eines Drittanbieters, Informationen finden Sie in den Datenschutzhinweisen


Disqus ist leider inkompatibel mit einigen älteren Browser-Versionen. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um unsere Kommentarfunktion nutzen zu können.

Anzeige


ANZEIGE
Beilagen




Anzeige