Die Kanadagänse am Bostalsee sind vorerst vor einem Abschuss sicher. Sollten Vertreibungsmaßnahmen aber nicht fruchten, könnten einige der Vögel dennoch getötet werden.
(Veröffentlicht am 05.11.2011)
Saarbrücken/St. Wendel.
Saarbrücken/St. Wendel. Der Landkreis St. Wendel hat davon Abstand genommen, etwa zehn Kanadagänse am Bostalsee fangen und anschließend töten zu lassen. Allerdings behält er sich die Möglichkeit vor, die Tiere abschießen zu lassen. Zuvor soll jedoch weiter versucht werden, die Gänse aus dem Strandbad Bosen zu vertreiben. Das ist das Ergebnis eines Treffens von Vertretern der dortigen unteren Jagdbehörde mit dem Umweltministerium als oberste Jagd- und Tierschutzbehörde im Saarland.
Die Kanadagänse sind seit einiger Zeit ein Streitthema. Einerseits wird die Verschmutzung des Strandbades durch ihre Hinterlassenschaften beklagt. Die Gänse bevorzugen das kurze Gras dort. Andererseits gibt es Befürchtungen, die Vögel könnten sich zu stark vermehren. Der Kreistag hatte diesbezüglich Ende September beschlossen, dass die Kanadagänse vom 1. November bis 15. Januar gejagt werden dürfen. Etwa zehn Vögel sollen erlegt werden. Der Bestand wird von Ornithologen und Biologen auf 80 bis 100 Tiere geschätzt.