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Saarbrücken

Saarmesse: Aussteller wollen Messestandort behalten

Mit der letzten Saarmesse unter der Ägide der Familie Grandmontagne endet ein jahrelanger Messe-Automatismus. Die Aussteller würden sich größtenteils wünschen, dass der Standort der Messe bestehen bleibt. (Veröffentlicht am 23.04.2012)

Die Aussteller der Saarmesse wünschen sich die Erhaltung des Messestandortes. Foto: saarmesse

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Saarbrücken.
Galerie: 63. Saarmesse

Saarbrücken. Die 63. Internationale Saarmesse hat gestern ihre Tore geschlossen. Doch wie es mit der 64. Saarmesse weitergehen wird und wo sie stattfinden wird, das steht noch in den Sternen. „Ich finde es ein Unding, dass wir so hängengelassen werden“, sagt Timo Zimmer, Geschäftsführer von Matra-Markisen aus Saarbrücken. Seit 30 Jahren ist er Aussteller auf der Saarmesse. „Ich mache mindestens die Hälfte meines Umsatzes über die Messe“, sagt er. Und mit dem Messeende beginnt für ihn bereits die Planung für das kommende Jahr.



Um so mehr ärgert ihn, dass überhaupt nicht klar ist, wie es mit der Messe weitergehen wird. Zahlreiche Konzepte stehen im Raum – eine Kongressmesse an der Congresshalle, eine Verlagerung der Saarmesse in Zelte – doch entschieden soll es erst in diesem Sommer sein. „Ich kann nicht verstehen, warum man hier überhaupt weggehen will. Wir haben doch hier ein funktionierendes Gelände“, sagt Zimmer. Aber die, die es betreffe, würden nicht gefragt. „Wir wollen jetzt als Aussteller eine Petition einreichen, weil wir dringend Planungssicherheit brauchen“, sagt er.

Ärgerlich ist auch Christian Klein, der mit seiner Firma „Gisela’s Gewürze“ ebenfalls seit 30 Jahren auf der Messe vertreten ist. „Die Saarmesse ist für mich extrem wichtig“, sagt er. Er habe Stände auf mehreren Messen, aber „in Saarbrücken habe ich immer den besten Umsatz. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie man das von heute auf morgen ändern will.“

Mehr Klarheit wünscht sich auch Detlef Enzweiler, der auf dem Gelände durchgänging einen festen Stand hat, der für die Messe innerhalb von zwei Tagen aktiviert werden kann. „Eigentlich steht eine Überholung und Modernisierung des Standes an“, sagt Enzweiler. Doch er weiß gar nicht, ob sich das noch lohnt, schließlich ist nicht klar, ob die Messe hier überhaupt noch stattfinden wird.

Zimmer ist überzeugt, dass das Gelände ideal ist um dort eine Kombination aus Eventhalle und Messe anzusiedeln. Man müsse nur auf dem Milchhof-Gelände ein Parkhaus bauen, dann sei auch das Parkplatz-Problem gelöst. Doch das Milchhof-Gelände ist nach Aussage des Maklers bereits verkauft. Und das Messegelände, so hört man es auf der Messe, soll schon ZF versprochen sein.

Auch Horst Adam, der für den Saarbrücker Pfannenhersteller Woll den Messestand betreut, hielte es für unsinnig, den Messestandort zu verlassen. „Hier ist ein eingeführter Messeplatz“, sagt er. Woll macht über Messeverkäufe in ganz Deutschland rund 30 Prozent des Umsatzes. „Meine Angst ist, dass die Saarmesse möglicherweise ganz wegfällt“, sagt er.

Klar ist, dass einige Kunden einem neuen Messekonzept in Zelten extrem kritisch gegenüberstehen: Er wisse nicht, ob er dann noch dabei sein werde, sagt Enzweiler. Und auch Hans Lamberti, der für das Weingut Sonenbuerg den Verkauf auf der Messe betreut, ist sicher, dass das Weingut bei einer Zeltmesse nicht mehr dabei sein wird: „Für Wein ist es in Zelten zu warm“, sagt er.

Grundsätzlich eine Veränderung im Messegeschäft, das würde Petra Schmitt, Geschäftsführerin von Weyand Natursteine in Nalbach schon begrüßen: „Frischer Wind wäre nicht schlecht“, sagt sie. Denn das Unternehmen, das seit vier Jahren auf der Messe ist, sieht das derzeitige Messemanagement eher kritisch: Da hapere es bei der Betreuung der Aussteller ebenso wie bei der Sauberkeit der sanitären Anlagen.

Was den Erfolg der aktuellen Saarmesse angeht, ist die Resonanz eher gemischt. Insgesamt überwiegt aber die Meinung, dass das Geschäft in diesem Jahr leicht rückläufig war. „Das könnte besser werden“, sagt Weyand-Geschäftsführerin Schmitt.

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