Rund 1000 Pilger auf vier Schiffen folgten. «Wir wollen ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt setzen», sagte Triers Bischof Stephan Ackermann, der am Pilgertag der Aktion Arbeit dabei war. Der Arbeitslosen-Solidaritätsfonds des Bistums Trier setzt sich vor allem für Langzeitarbeitslose ein und nennt das Konstrukt «Schaff-Rock».
Nach der Landung am Ufer in Trier-Zurlauben sollte der gut drei Tonnen schwere Stahl-«Rock» vom Schiff auf einen Laster geladen und mit folgenden Fußpilgern zur Konstantin-Basilika gebracht werden. Dort ist geplant, das Stahlgebilde bis zum Ende der Wallfahrt am 13. Mai zu zeigen. Die Wallfahrt, zu der rund 500 000 Pilger erwartet werden, begann am vergangenen Freitag. Im Fokus steht die Reliquie «Heiliger Rock», der Teile jenes Gewandes enthalten soll, das Jesus Christus bei seiner Kreuzigung getragen hat.
«Arbeit ist nicht nur zum Broterwerb wichtig, sondern auch für das Gefühl: "Ich bin wichtig. Ich werde gebraucht "», sagte Bischof Ackermann im Gottesdienst vor der Prozession im Trierer Hafen.
Die Wallfahrer in Trier könnten «ein lebendiges Zeichen der Solidarität» geben, indem sie gegen eine Spende ein Stück Edelstahl erwerben, das an den Rock angeschweißt werde, sagte Hans Casel, Bischöflicher Beauftragter für die Aktion Arbeit. Langzeitarbeitslose haben aus seiner Sicht kaum mehr eine Chance, wieder einen Arbeitsplatz zu finden. «Wir fordern die Lösung des Problems über einen dritten Arbeitsmarkt, in dem Arbeitsplätze für Betroffene öffentlich gefordert werden.» sagte er. Dies wäre billiger.
«Ich finde es klasse, dass mit der Aktion auf uns aufmerksam gemacht wird», sagte Rainer Tomczak, der seit sechs Jahren arbeitslos ist. Er habe alles versucht, neue Arbeit zu bekommen, sagte der 58-jährige Kaufmann und Gastronom. Inzwischen habe er keine Hoffnung mehr. «Das Schlimmste für mich ist, dass man auf Bewerbungen gar keine Antwort bekommt.» Der Trierer Bundestagabgeordnete Bernhard Kaster (CDU) sagte: «Wir schätzen die Aktion für die Schwächsten im Arbeitsmarkt sehr.»
Ackermann sagte, er sei mit dem bisherigen Verlauf der Wallfahrt «sehr zufrieden». Rund um den Dom herrsche «eine heitere und gelöste Stimmung».
































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