Vor dem Hintergrund der schwersten Finanzkrise seiner Geschichte wählt Griechenland an diesem Sonntag ein neues Parlament.
(Veröffentlicht am 05.05.2012)
Athen.
Athen. Die Abstimmung, zu der knapp 9,7 Millionen Wähler aufgerufen sind, gilt als richtungsweisende Entscheidung über das harte Sparprogramm. Schon im Juni steht dem neuen Parlament in Athen die nächste Entscheidung über Einsparungen in Höhe von knapp 11,5 Milliarden Euro bevor. Für die europäischen Geldgeber ist dies Voraussetzung für weitere Unterstützung und den Verbleib Griechenlands im Euroland. Jüngste Umfragen zeigten, dass die Griechen den Euro behalten und nicht zur Drachme zurückkehren wollen.
Bei der Abstimmung am Sonntag wird eine Zersplitterung der bisherigen Parteienlandschaft erwartet. Vor allem den beiden Traditionsparteien, den Konservativen und den Sozialdemokraten, wird ein starker Stimmenverlust und damit auch der Verlust ihrer bisherigen Vormachtstellung vorausgesagt. Sie bleiben in Umfragen zwar die stärksten Parteien, müssten aber nach den Wahlen eine große Koalition bilden. Insgesamt dürften diesmal bis zu zehn Parteien ins Parlament einziehen. dpa