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Frankfurt/Saarbrücken

Nazi-Terror: Spuren führen ins Saarland

Spuren der Terrorgruppe von Zwickau führen nun auch ins Saarland. Möglicherweise bestehen Verbindungen zu den Brandstiftungen von Völklingen und dem Bombenanschlag auf die Saarbrücker Wehrmachtsausstellung 1999. (Veröffentlicht am 03.12.2011)

Jahreswechsel - Mordserie Neonazis

Eine Verbindung ins Saarland hat die Zwickauer Terrorgruppe.Foto: Frank Doebert (dpa)

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Die Zwickauer Terrorgruppe hatte anscheinend Verbindungen ins Saarland. Die Serie von Brandstiftungen in Völklingen (die SZ berichteten) und der Anschlag auf die Saarbrücker Wehrmachtsausstellung 1999 sollen auf das Konto der Zwickauer Terrorgruppe gehen.
Frankfurt/Saarbrücken. Die Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung über eine Serie ungeklärter Brandanschläge auf Häuser von Migranten in Völklingen (SZ vom 30. November 2011) zieht dramatische Kreise. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) stellte am Freitag eine Verbindung der Zwickauer Terrorzelle zu den Brandstiftungen her.

Gleichzeitig bestätigte der saarländische Generalstaatsanwalt Ralf Sahm der SZ die Wiederaufnahme von Ermittlungen zu dem Bombenanschlag auf die umstrittene Wehrmachtsaustellung im Saarbrücker VHS-Zentrum im März 1999. Womöglich bestehe hier eine Verbindung zu den Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe, sagte Sahm. Die Staatsanwaltschaft habe „gewisse Auffälligkeiten“ festgestellt, weshalb auch ein damaliger Zeuge wieder befragt werden solle, der nach dem Anschlag in Saarbrücken am Fuße der Schlosskirche zwei Männer und eine junge Frau gesehen habe, die sich mit dem Anschlag „gebrüstet“ hätten. Bei dem Zeugen handelt es sich um einen Mitarbeiter des SR.

Die mögliche Verbindung der Zwickauer zu den Völklinger Brandanschlägen könnte sich nach Informationen der SZ aus einer DVD mit rechtsextremem Inhalt ergeben, die bereits Anfang November an die Völklinger Selimiye-Moschee verschickt worden sei. Dabei handelt es sich nach Angaben der FAZ und um „die zwölfte DVD“, die die drei Thüringer Neonazis an verschiedene Organisationen und Medien verschickt hatten. Das Landeskriminalamt sandte den „Spurenträger“ dem Vernehmen nach an das Bundeskriminalamt sowie an die Sonderkommission „Trio“ beim Generalbundesanwalt.

Ob und wieweit zwischen den Ereignissen tatsächlich Zusammenhänge bestehen, ist nach Angaben der Ermittler offen. „Sehr wahrscheinlich“ sei jedoch ein rechtsradikaler Hintergrund der Völklinger Brandanschläge, sagte Sahm. Eine weitere Auffälligkeit sieht die Justiz nach Angaben der FAZ darin, dass der als Unterstützer der Zwickauer Neonazis festgenommene Holger G. aus Hannover an mehreren Demonstrationen gegen die Wehrmachtsausstellung teilgenommen haben soll. Die Ermittlungen würden ,,mit Hochdruck“ betrieben, betonte Sahm am Freitag Abend gegenüber der SZ. bb/mju

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