Ab Juli will die Caritas-Trägergesellschaft die Krankenhäuser in Dudweiler und auf dem Rastpfuhl zu einem Verbundkrankenhaus machen. Betroffen ist auch die Abteilung Frauenheilkunde.
(Veröffentlicht am 09.04.2011)
Saarbrücken. Hans-Joachim Backes ist einer von den Guten – sagt er. Dass es Leute gibt, die ihn, den Geschäftsführer der Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken (cts), für den Bösen halten, kann er aber verstehen. Schließlich ist die von ihm geführte cts dabei, die renommierte Abteilung Frauenheilkunde im Dudweiler Krankenhaus zu schließen. Auf den ersten Blick, das räumt Backes ein, könne es aussehen, als wolle da einer die Arbeit des inzwischen in Afrika tätigen Dr. Hans Schales mit einem Federstrich wegwischen und eine Geburtsklinik, die über Dudweiler hinaus wegen ihres Konzepts gefragt ist, liquidieren.
Ein Verbundkrankenhaus aus zwei bisher selbstständigen Saarbrücker Krankenhäusern
Der erste Blick trüge aber, sagt Backes. Aus ihren zwei bisher selbstständigen Saarbrücker Krankenhäusern will die cts ab Juli ein Verbundkrankenhaus machen, das dann rund 26 000 Patienten pro Jahr versorgen kann. Das heißt: Es gibt für zwei Krankenhäuser nur noch eine Verwaltung – die sitzt künftig in der Caritas-Klinik St. Theresia auf dem Rastpfuhl. Das sorge nicht für Ärger, weil das kein Patient mitbekomme. Und weil niemand seinen Job verliere. Gespart werden soll dadurch, dass frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden.