+31°
Anmelden   |   Sie befinden sich hier: Startseite - Aufmacher
Jetzt beim Umfrage-Center anmelden. Hier starten.

Berlin

Schwarz-Gelb: Navi-Geräte sollen vor Radar-Anlagen warnen dürfen

Von SZ-Korrespondent Hagen Strauß

Um die Sicherheit auf Deutschlands Straßen zu erhöhen, wollen Verkehrsexperten der schwarz-gelben Koalition das Verbot von Radarwarnern in Autos teilweise kippen. (Veröffentlicht am 19.09.2012)

Blitzer

Noch sind Blitzerwarner nicht erlaubt, aber das soll sich nach dem Willen von Schwarz-Gelb bald ändern.Foto: dpa (Symbolfoto)

Foto 1 / 1
Berlin. Berlin. Schnell mal vor einer Falle in die Eisen, dann wieder aufs Gaspedal – Radarwarner machen es möglich. Vor allem dann, wenn das Navi auf die Starenkästen am Straßenrand bereits programmiert ist. Nur: Während Hinweise auf Geschwindigkeitskontrollen im Radio erlaubt sind, sind in Deutschland Navi- oder Handy- Radarwarner streng verboten. Wer erwischt wird, muss mit Punkten in Flensburg und einer saftigen Geldbuße rechnen. Doch das könnte sich bald ändern: Um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen, wollen die Verkehrsexperten der schwarz-gelben Koalition jetzt teilweise das Verbot von Radarwarnern in Autos kippen. Künftig sollen Navigationssysteme oder Handy-Apps vermelden dürfen, wo Autofahrer mit einem Starenkasten rechnen müssen.

„Es geht uns nicht darum, Raser davonkommen zu lassen“, begründet der Verkehrsexperte der Union, Thomas Jarzombek, den Vorstoß. „Wir wollen aber zwischen Verkehrssicherheit und Abzocke eine Grenze ziehen.“ So sieht es auch die FDP: „Das strikte Verbot von Radarwarnern in Navigationsgeräten ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt der verkehrspolitische Sprecher Oliver Luksic. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) müsse daher im Rahmen der geplanten Flensburg-Punktereform die bestehende Regelung „auf den Prüfstand stellen“. Die FDP-Bundestagsfraktion sei klar für diese Initiative. Seitens der Unionsfraktion liegt sogar der Entwurf eines Antrags an den Bundestag vor, in dem eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung verlangt wird. Darin spricht sich die Fraktion dafür aus, dass Navis nicht punktgenau, sondern in einer Zone „von etwa 500 Metern“ vor Blitzanlagen warnen. „Damit wird der jeweilige Bereich, in dem der Fahrzeugführer besonders vorsichtig fährt, erweitert“, heißt es in dem Papier.

Autofahrer sollen laut Jarzombek durch Starenkästen gezwungen werden, an Gefahrenstellen „mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren“. Greife man diese Logik auf, „ist es nur sinnvoll, wenn möglichst viele Menschen, auch Ortsunkundige, auf diese Gefahrenstelle mithilfe des Navis hingewiesen werden“. Gleichwohl füllen viele Kommunen und Länder ihre klammen Haushalte mit den Blitzer-Einnahmen, Widerstand gegen den Vorstoß scheint programmiert.

In Deutschland gibt es nach Angaben der Internetseite radarfalle.de rund 3800 fest installierte Anlagen. Davon stehen allein 1021 in Baden-Württemberg und 935 in Nordrhein-Westfalen. Im Saarland seien es lediglich sieben. Hinzu kommen Tausende mobile Messgeräte, die vor allem von Polizei und Kommunen täglich aufgestellt werden. Vor diesen Radarfallen soll nach dem Willen der Koalitionspolitiker auch weiter nicht gewarnt werden dürfen: „Autofahrer müssen noch das Gefühl haben, man kann erwischt werden, wenn sie rasen“, findet Jarzombek.

finerio.de - das Restaurant-Portal für Saar-Lor-Lux
Anzeige

Neueste Kommentare:


Suchen im SZ-Angebot  



Saarbrücker Zeitung Die Saarbrücker Zeitung ist die führende Tageszeitung im Saarland mit elf Lokalausgaben. Die SZ ist heute ein modernes Multimediahaus mit Tageszeitung, iPad-Ausgabe und erfolgreichen Web-Auftritten.
Pfälzische Merkur Der Pfälzische Merkur, gegründet 1713, erscheint in der Westpfalz und im Saar- pfalz-Kreis. Er ist eine der ältesten Tageszeitungen Deutschlands. Herausgeber: Zweibrücker Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH.
Trierischer Volksfreund Die Tageszeitung Trierischer Volks- freund erscheint in Trier, Eifel, Hunsrück und an der Mosel. Ergänzt wird das Printangebot durch Apps, das Online-Angebot, Dienstleistungen in Logistik, Kommunikation und Werbung.
Lausitzer Rundschau Die Lausitzer Rundschau ist das führende Medienhaus der Lausitz, dessen Medien der Marktplatz sind für Meinungen und Informationen in der Region. Herausgeber: LR Medienverlag und Druckerei GmbH.
bigFM Saarland bigFM Saarland ist der innovative Sender in der Region für eine junge Hörerschaft. Verrückte Aktionen, regionales Programm und Interaktivität mit den Hörern lassen bigFM im Saarland von Jahr zu Jahr erfolgreicher werden.
euroscript International S.A. euroscript, führender Lösungsanbieter im Bereich Content-Lifecycle-Management, bietet Kunden weltweit umfassende Lösungen zur Konzeption, Entwicklung und Unterstützung von Content-Management-Prozessen.
TeleMedia - Telefonbuchverlag / RTV GmbH TeleMedia, der Telefonbuchverlag der Saarbrücker Zeitung, gibt seit mitt- lerweile 15 Jahren in den Verbreitungs- gebieten Saarland, Westpfalz, Mosel-Eifel-Hunsrück und Brandenburg über 50 Telefonbücher heraus.
Saarriva Als größter regionaler Briefdienstleister beliefert saarriva mehr als 700.000 Haushalte in der Region Saar-Mosel. Die Kooperation mit Partnern ermöglicht den nationalen und internationalen Brief- und Paketversand.
RPV Logistik Neben der Logistik der SZ erstreckt sich die Tätigkeit der RPV Logistik auf die Dienstleistungen eines modernen Druckzentrums, Versand- und Objekt- steuerung für SZ-eigene und fremde Verlagsobjekte.
CircIT GmbH Die circ IT ist ein auf IT-Dienstleistungen für Medien spezialisiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf und bedient die Bereiche Media, Online, ERP, Infrastruktur, Desktop Services sowie Professional Services.
Die Berliner Medien Service GmbH (BMS) ist eine Tochterfirma der Saarbrücker Zeitung und besteht aus dem Berliner Büro und dem News-Pool. Das Berliner Büro versorgt zahlreiche Regionalzeitungen in Deutschland und Luxemburg mit hochwertiger Parlamentsberichterstattung aus Berlin. Der News-Pool bietet den angeschlossenen Zeitungen Texte, Fotos und Info-Grafiken zu den Themen Auto, Reisen, Computer, Hochschule, Jugend, Haus und Garten, Medizin oder Fitness.
Die Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH, kurz SWV genannt, ist mit 15 Wochenspiegel-Titeln im Saarland vertreten.Der SVW gehört mehrheitlich zur SZ-Gruppe. Woche für Woche erhalten alle saarländischen Haushalte fei Haus wichtige Informationen aus ihrem regionalen Wochenspiegel.