Auch brave Tiere können Schäden verursachen – Experten empfehlen Haftpflichtversicherung für Tierhalter
Haustiere bereichern das Leben. Was aber, wenn der Hund krank wird oder einen Schaden verursacht? Mit entsprechenden Versicherungen können sich Besitzer vor den Folgekosten schützen.
(Veröffentlicht am 27.11.2011)
Berlin. Ob Hund, Pferd, Hamster oder Chamäleon, wer sein Haustier liebt, der gibt. Die Kosten für die Grundausstattung wie Körbchen oder Futternapf sind noch überschaubar. Im Laufe eines Tierlebens kommen aber noch etliche Ausgaben dazu, etwa für den Tierarzt. So mancher Besitzer liebäugelt daher mit einer Versicherung, um die Kosten zu kontrollieren. Doch nicht jede Police ist wirklich sinnvoll. „Die wichtigste Versicherung ist die Haftpflicht, die Schäden versichert, die das Tier verursacht“, sagt Michael Nischalke von der Stiftung Warentest in Berlin. Kleintiere bis zur Größe einer Katze seien meist von der privaten Haftpflichtversicherung des Halters abgedeckt. Aber: „Wer Exoten hält, muss bei seinem Versicherer nachfragen“, rät Bianca Boss vom Bund der Versicherten mit Sitz in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Hunde und Pferde fallen nie unter die private Haftpflichtversicherung. Sie müssen über eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung gesondert abgesichert werden.
Pflicht ist diese zwar in den meisten Bundesländern nur für Kampfhunde. Doch nach Ansicht von Nischalke ist sie für ausnahmslos jeden Hundebesitzer ein absolutes Muss. Denn schon das Halten eines Hundes gelte als gefährlich. Daher haftet der Besitzer für jeglichen Schaden, den sein treuer Freund anrichtet, und zwar auch dann, wenn er sich komplett richtig verhalten hat.