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Berlin

Koalition plant „Feedback-Fahrten“ für Führerschein-Neulinge

Von SZ-Korrespondent Hagen Strauß

Die Koalition plant, junge Fahrer drei Monate nach der Führerscheinprüfung nochmal in die Fahrschule zu schicken. In Österreich gibt es ein ähnliches Modell. Das Resultat: 30 Prozent weniger Unfälle. (Veröffentlicht am 15.06.2011)

Die Koalition plant, junge Fahrer drei Monate nach der Führerscheinprüfung nochmal in die Fahrschule zu schicken.Foto: dpa (Symbolbild)

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Berlin. Nach der Anfang Januar erfolgten Einführung des begleiteten Fahrens mit 17 Jahren planen Union und FDP weitere Maßnahmen, um die Unfallhäufigkeit von Anfängern zu reduzieren: Wie unsere Zeitung erfuhr, sollen Pkw-Neulinge künftig drei Monate nach Führerscheinerwerb sogenannte „Feedback-Fahrten“ (Wiederholungsfahrten) absolvieren, also noch einmal eine oder zwei Fahrstunden mit einem Fahrlehrer nehmen. Außerdem fasst die Koalition Sicherheitstrainings für Anfänger ins Auge. Voraussichtlich werden die Pläne ins neue Sicherheitsprogramm der Bundesregierung aufgenommen, das Ende Juli vom Verkehrsministerium vorgestellt werden soll. In einem gemeinsamen Antrag zur Verkehrssicherheit in Deutschland hatten Union und FDP die Regierung bereits aufgefordert, „Verbesserungsmöglichkeiten“ bei der Fahranfängerausbildung zu prüfen und dabei „positive Erfahrungen in anderen europäischen Ländern“ zu berücksichtigen.

Gemeint sind damit die „Feedback-Fahrten“ nach österreichischem Modell: Drei Monate nach der Prüfung müssen Anfänger im Alpenland noch einmal eine Fahrstunde absolvieren, um falsche Angewohnheiten, die sich beim Autofahren eingeschlichen haben, zu beseitigen. Zugleich bekommt jeder Neuling am Steuer dadurch eine professionelle Rückmeldung auf sein Verhalten und sein Können. Nach weiteren drei Monaten folgt ein Fahrsicherheitstraining, anschließend eine erneute „Feedback-Fahrt“. Wer nicht teilnimmt, dessen Führerschein erlischt.


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