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30. November 2016, 02:00 Uhr

Die „Südwest Presse“ (Ulm) bedauert das Aus für Olympia bei ARD und ZDF: Das ist eine herbe Niederlage für die Öffentlich-Rechtlichen, aber auch für die deutsche Sportberichterstattung. Gerade weil die Medaillenkämpfe dieses Jahr von Rio de Janeiro aus so umfangreich wie noch nie live übertragen wurden, erreichten sie einen großen Teil der Bevölkerung. In Zukunft verkommen die Spiele zu einem teilweise kostenpflichtigen Angebot, das in den Hintergrund rückt. Der deutsche Sport und der Fernsehzuschauer haben bereits verloren.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ meint dagegen: Wenn über diese Großereignisse auch von Privaten im Wesentlichen frei berichtet wird, dann gibt es keinen Grund für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk dafür Hunderte Millionen Euro auszugeben. Dass in ARD und ZDF exzellente journalistische Arbeit geleistet wird, ist offensichtlich; aber offensichtlich sind auch das Fehlen von Transparenz der Anstalten und Grenzüberschreitungen, die nicht dem Auftrag der Sender entsprechen.

„Die Welt“ (Berlin) spekuliert über die Hintergründe des Telekom-Ausfalls am Wochenende: Es gibt keine Beweise (. . .). Es gibt nur gewisse zeitliche Zusammenhänge. Wenn die Putin-Kritikerin Clinton im Wahlkampf vorne liegt, kommen Mails ihrer Mitarbeiter auf den Markt. Wenn Angela Merkel die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland verhindert, können einige Wochen später deutsche Wähler mit einem Male nicht telefonieren. Nächstes Mal bricht das Stromnetz zusammen. Die Botschaft ist stets dieselbe. Es ist jemand bei euch im Wohnzimmer. Wir in Russland wissen auch nicht, wer das ist. Aber die Welt kann in Frieden miteinander leben. Zieht doch bitte in der Wahlkabine die richtigen Schlüsse daraus.

Die „Berliner Zeitung“ meint zum Vorwahl-Sieg François Fillons bei den Bürgerlichen in Frankreich: Europäischer Föderalismus ist Fillons Sache nicht. Beides verheißt, vorsichtig formuliert, Reibung. Dass der Kandidat zugleich das deutsch-französische Tandem beschwört und die Bindungen zum Nachbarland weiter festigen will, ändert daran wenig. Sollte Fillon Präsident werden, stehen auch dem deutsch-französischen Verhältnis Spannungen bevor. Frankreich befindet sich im Umbruch. Aber es ist nicht einmal ansatzweise zu erkennen, worauf es hinauslaufen könnte.

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Mehr als in Deutschland ist die kritische Berichterstattung in Frankreich ein Drahtseilakt für die Medien. Warum das so ist, analysierte Anne Christine Heckmann, die als Deutsche selbst fünf Jahre lang aus Paris berichtete.Mehr

„Einfluss der Politik auf den SR gibt es nicht“

Am Montag hat der Rundfunkrat Thomas Kleist einstimmig zum Intendanten des Saarländischen Rundfunks (SR) wiedergewählt. Bis 2023 bestimmt der 60-Jährige nun die Geschicke des ARD-Senders. Eine weitere Amtszeit, sagt Kleist, bereits jetzt, strebe er nicht an. SZ-Redakteur Oliver Schwambach sprach mit ihm über Herausforderungen der zweiten Amtszeit.Mehr



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