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Brand in Oberauerbach: Dachgeschoss geht in Flammen auf



Zweibrücken
Brand in Oberauerbach: Dachgeschoss geht in Flammen auf
13. April 2012, 13:31 Uhr
Das Dachgeschoss eines Einfamilienhauses im Stadtteil Oberauerbach ist in den frühen Morgenstunden des Donnerstags (12.04.2012) in Flammen aufgegangen. Das Haus ist im Augenblick unbewohnbar. Verwandte gewähren der Familie Unterkunft.



Zweibrücken. Völlig ausgebrannt ist das Dachgeschoss eines Einfamilienhauses im Stadtteil Oberauerbach. Der Schwelbrand war in der Nacht auf Donnerstag kurz nach Mitternacht vom Sohn der Familie bemerkt worden. Die Hauseigentümer selbst konnten um 0.46 Uhr die Feuerwehr zur Hilfe rufen. Insgesamt hatten sich vier Personen im brennenden Haus aufgehalten; sie wurden im angrenzenden Gebäude aufgenommen, wo die Schwiegereltern des Hauseigentümers wohnen. Den Schaden schätzt die Polizeiinspektion Zweibrücken auf 150 000 Euro. Noch nicht abgeschlossen sind die Ermittlungen zur Brandursache.

„Das Ausbrennen des Dachgeschosses war nicht zu verhindern, ein Übergreifen des Feuers auf die Räume im Erdgeschoss haben wir verhindern können, allerdings bleiben dort Wasserschäden nicht aus“, stellt Stadtfeuerwehrinspekteur Harald Schmieg im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur fest. Insgesamt waren 70 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen im Einsatz.

Der Brandort liegt auf einer kleinen Anhöhe von Oberauerbach in Richtung Ortsausgang Winterbach. Beim Eintreffen der ersten Helfer brannte der Dachstuhl lichterloh. Der Reitweg als Zufahrtsstraße zum Unglücksort ist gewunden und steil.

Das Löschwasser holte sich die Feuerwehr aus der zum brennenden Haus führenden Wasserleitung – doch ob das reichen würde, war unklar. Vorsorglich ließ Einsatzleiter Harald Schmieg deshalb Schläuche von der Hauptstraße aus den Berg hoch verlegen. Schmieg: „Wir hatten beim Erstangriff 7000 Liter Löschwasser in zwei Tanklöschfahrzeugen, das konnte während der gesamten Einsatzdauer gehalten werden.“ Keineswegs negativ habe sich zudem der Umstand ausgewirkt, dass ein Hydrant in der Hauptstraße zunächst nicht die volle Leistung brachte. Das hätten die Feuerwehrleute sehr schnell hinbekommen, sodass eine Verlängerung der hergestellten Schlauchleitung nicht notwendig wurde.

Dafür mussten die Einsatzkräfte mit einer anderen Gefahr umgehen. Auf der zum Tal geneigten Dachseite des brennenden Hauses haben die Eigentümer eine Photovoltaikanlage installiert, die, soweit sie durch den Brand nicht zerstört oder von den Einsatzkräften mit entsprechenden Hilfsmitteln vom Dach befördert werden konnte, unter Spannung stand.

Schmieg: „Anlage und Ableitungskabel bis zum Keller standen während der gesamten Einsatzdauer unter Spannung. Deshalb sind beispielsweise auf der Talseite keine Strahler aufgestellt worden, um nicht für zusätzliche Spannungswirkung zu sorgen.“ Um die Einsatzkräfte nicht durch Spannungsverschleppungen zu gefährden, waren die Helfer vor Ort über die Gefahren durch die Photovoltaikanlage informiert worden. Hierbei habe auch die enge Kommunikation mit dem Hauseigentümer bei den bis in die Morgenstunden dauernden Lösch- und Sicherungsarbeiten einen wesentlichen Beitrag geleistet. Der Stadtfeuerwehrinspekteur über die Photovoltaikanlage: „Als Feuerwehr können wir im Einsatz nur reagieren, das heißt Vorsicht walten lassen und Abstand halten!“

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