Saarbrücken (dpa/lrs)
Mehr Fälle von politisch motivierter Kriminalität im Saarland
20. März 2017, 14:36 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten. Kriminalstatistik

Deutlich mehr Fälle von politisch motivierter Kriminalität hat es laut Kriminalstatistik im Jahr 2016 im Saarland gegeben. Foto: Bernd von Jutrczenka (dpa)
Der Leitende Kriminaldirektor Harald Schnur hat am Montag (20.03.2017) in Saarbrücken die Kriminalstatistik 2016 vorgestellt.
Im Saarland hat es im vergangenen Jahr deutlich mehr Fälle von politisch motivierter Kriminalität gegeben. Die Zahl stieg im Jahresvergleich um knapp 15 Prozent auf 333, sagte der Leitende Kriminaldirektor Harald Schnur bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2016 am Montag (20.03.2017) in Saarbrücken. Rund zwei Drittel seien einem rechten Täterspektrum zuzuordnen: Es habe sich um sogenannte Propagandadelikte wie Hakenkreuzschmierereien gehandelt.

Die wachsende Fallzahl habe „sehr viel mit dem islamistischen Terrorismus und der Flüchtlingskrise“ zu tun“, sagte Schnur. Es seien „Resonanzstraftaten“. Gewalttaten in diesem Bereich gab es wenige, genannt wurde der Wurf von „Molotow-Cocktails“ in den Innenhof einer Moschee in Neunkirchen. Deutlich zurückgegangen ist 2016 die Zahl der Wohnungseinbrüche: Mit 1947 Einbrüchen seien gut 20 Prozent weniger registriert worden als ein Jahr davor. „Das ist eine tolle Quote“, sagte Saarlands Innenminister Klaus Bouillon (CDU). Bundesweit habe der Rückgang bei zehn Prozent gelegen. Die Aufklärungsquote bei den insgesamt 76 981 Straftaten stieg auf 58,3 Prozent (2015: 57,2).

Die Erfolge gehen laut Bouillon auf eine Neuorganisation bei der Polizei zurück, die 2015 begonnen hatte. „Wir haben jetzt mehr als 200 Polizisten zusätzlich in der Fläche.“


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