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Wenn das Sterben zu teuer ist





Saarbrücken
Wenn das Sterben zu teuer ist
SZ-Redakteur Fabian Bosse,  17. August 2011, 01:54 Uhr
In Saarbrücken sind Bestattungen teuer. Zu teuer für viele Menschen. Ist kein Geld für ein Grab da, das im Schnitt 3500 Euro kostet, springt das Sozialamt ein. Im vergangenen Jahr 166 Mal. Experten erwarten, dass die Zahl zunehmen wird.
Saarbrücken. Es ist das letzte Armutszeugnis eines Menschen. Wer sich ein Grab nicht leisten kann und keine Verwandten hat, die für ein Begräbnis aufkommen können, bekommt vom Regionalverband ein Armenbegräbnis. Natürlich heißt das nicht so, sondern – weniger drastisch – Sozialbestattung. Aber es bedeutet nichts anderes, als dass eine Beerdigung für viele Saarbrücker zu teuer ist. Mindestens 3500 Euro kostet eine Urnenbestattung in Saarbrücken. Damit gehören die Bestattungskosten in der Landeshauptstadt zu den höchsten im Saarland. Andere Kommunen im Saarland lägen deutlich unter den Kosten in Saarbrücken, sagt Helmut Raber.

Er ist Sachbearbeiter beim Sozialamt, das für den Regionalverband für diese Fälle zuständig ist. Gründe für den hohen Preis seien unter anderem die begrenzte Größe und Lage der Friedhöfe, sagt Stefan Kiefer, der Sprecher des Regionalverbands. Welche Leistungen eine Beisetzung beinhaltet und wie teuer sie ist, steht in der Friedhofsund Bestattungsgebühren-Satzung der Kommunen. Weitere Kosten entstehen durch die Leistungen eines Bestatters. Damit die Kosten für die Sozialbestattungen nicht noch teuerer werden, hat der Regionalverband mit den Bestattern einen Sonderpreis verhandelt, sagt Helmut Raber vom Sozialamt. Demnach kostet eine Urnenbestattung insgesamt 3500 Euro, eine Körperbestattung 3900 Euro und die Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof zirka 4200 Euro, da nach jüdischem Gesetz die dauerhafte Totenruhe als unantastbar gilt und damit eine Grabstelle für die Ewigkeit sein muss.

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