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Saar-Uni und HTW nur schwach in sozialen Netzwerken vertreten





Erding
Saar-Uni und HTW nur schwach in sozialen Netzwerken vertreten
Von SZ-Mitarbeiterin Ruth Fehr,  18. Mai 2013, 16:05 Uhr
Soziale Netzwerke spielen für viele Studenten eine wichtige Rolle. Das haben auch die Hochschulen erkannt und informieren bei Facebook und Co. über Neuigkeiten. Wie intensiv diese Plattformen genutzt werden, hat nun die FH für angewandtes Management in Erding untersucht.


 
Die Kommunikation der saarländischen Hochschulen mit ihren Studenten in sozialen Netzwerken ist relativ schlecht. Zumindest zeigt das der erste „Hochschul-Social-Media-Index“, eine Studie der Fachhochschule für angewandtes Management (FHAM) in Erding. Die Universität des Saarlandes belegt mit 42,95 Punkten Platz 98 und liegt damit im Mittelfeld. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) teilt sich dagegen mit 20 anderen, teils renommierten Hochschulen den letzten Platz – sie kommt auf null Punkte. Den ersten Platz belegt die Universität Münster (79,8 Punkte).

Insgesamt wurden 218 deutsche Hochschulen untersucht, ob und wie intensiv sie soziale Netzwerke einsetzen, um mit Studenten und Interessierten in Kontakt zu treten. Für die Nutzung des weltgrößten Netzwerks Facebook wurden maximal 35 Punkte vergeben: für eine aktive Seite 15 Punkte, für die Fanzahl bis zu zehn Punkte und die Menge der „Gefällt mir“-Angaben sowie Besuche innerhalb eines Testmonats je bis zu fünf Punkte. Twitter (maximal 30 Punkte) spiele beim Austausch von Informationen ebenfalls eine große Rolle. Youtube (maximal 15 Punkte) sei die am zweithäufigsten genutzte Plattform in Deutschland, allerdings sei die direkte Ansprache der Studenten schwieriger. Die Karriere-Plattform Xing (maximal fünf Punkte) sei besonders für Hochschulabsolventen interessant.

Darüber hinaus wurde geprüft, ob auf der Startseite der Hochschul-Webseite ein sogenannter Social-Share-Button zu finden ist: Diese Schaltfläche in Form des Logos des jeweiligen Netzwerks leitet den Nutzer direkt auf die Plattform weiter – er war 15 Punkte wert. Maximal 100 Punkte konnten die Hochschulen bei der Bewertung erreichen.

Die Studie zeigt, dass einige Hochschulen soziale Netzwerke intensiv zur Kommunikation mit Studenten und Interessierten nutzen. Besonders gut schneiden allerdings staatliche Hochschulen dabei ab. Viele Lehranstalten sind überhaupt nicht in sozialen Netzwerken aktiv.

Zu dieser Gruppe gehört auch die HTW des Saarlandes. Derzeit diskutiere die Hochschulleitung, ob sich daran etwas ändern soll, teilt Cristine Schweickard, Referentin des HTW-Rektors mit. Die Saar-Uni ist in den Netzwerken aktiver: Sie betreibt eine offizielle Facebook-Seite, zu der auch ein Button auf der Hochschul-Seite führt. „Wir bespielen Facebook regelmäßig mit Inhalten, damit die Menschen sehen, dass an der Uni etwas los ist“, sagt Pressesprecher Thorsten Mohr. Auch bei Youtube habe die Saar-Uni einen offiziellen Auftritt, den man unter anderem mit Videos zu den Studiengängen speise. Laut Mohr sei es vorerst nicht geplant, die Nutzung sozialer Netzwerke zu intensivieren.

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