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Saar-Bauernverband diskutiert über Gen-Mais
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Von SZ-Redakteur Gerhard Franz,  05. Dezember 2010, 00:16 Uhr
Umweltministerin Simone Peter (Grüne) möchte das Saarland zur Gentechnik-freien Zone erklären. Damit stößt sie jedoch beim Geschäftsführer des Bauernverbands, Hans Lauer, auf Widerstand.
Saarbrücken. Im Saarland wird es auf absehbare Zeit in der Landwirtschaft keinen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen geben. Darin sind sich Umweltministerin Simone Peter (Grüne) und Bauernverbands-Geschäftsführer Hans Lauer einig. Jedoch sind ihre Ansätze konträr. Während die Umweltministerin dafür wirbt, dass man auf Dauer von der Gentechnik auf den Äckern Abstand nimmt, sieht Lauer die Sache umgekehrt. "Wir dürfen uns diese Möglichkeit für die Zukunft nicht verbauen", sagte er der SZ. Er warnte davor, den Koalitionsvertrag umzusetzen, in dem es heißt: "Wir wollen das Saarland als Region herausstellen, die frei vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist. Dazu streben wir die Möglichkeit an, das Saarland - in Übereinstimmung mit den Landnutzern - zur gentechnikfreien Zone zu erklären. Darin sehen wir insbesondere auch einen Beitrag zur Absatzförderung von Qualitätsprodukten aus dem Saarland."

In der vorigen Woche hatte Simone Peter ein Verfassungsgerichtsurteil begrüßt, wonach strenge Vorschriften für den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft mit dem Grundgesetz vereinbar seien. Sie betonte: "Das Saarland ist frei vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Damit das so bleibt, werden wir im Rahmen eines Runden Tisches im Januar bei Landwirten, Kommunen und anderen Flächennutzern dafür werben, eine freiwillige Selbstverpflichtung zu unterzeichnen." Rechtlich fehle bisher die Möglichkeit, als Bundesland eine entsprechende Vorschrift zu erlassen.

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